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Innovation & Forschung

Fakten schaffen Wissen und Transparenz

Vom Wissensdurst angetrieben

Mit Lupe oder Fernglas bewaffnet, streifen Fachleute durch Wald und Flur. In Tauchausrüstung gehüllt erkunden Sie unter der Wasseroberfläche unsere Seen. Mit Hilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz gewinnen sie Einblicke, die am Boden und zu Fuß nicht möglich wären. Der Erkenntnisgewinn treibt sie an. Wie steht es um unsere Natur? Welche Arten kommen in bestimmten Lebensräumen vor und was erzählen sie uns über den Zustand unserer Umwelt? Wissen ermöglicht zukunftsorientiertes Handeln.

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Den Zustand der Natur erfassen

Im Rahmen des ökologischen Monitorings werden in Sielmanns Naturlandschaften und Biotopverbünden unterschiedliche Artengruppen untersucht. Ziel ist es, den Zustand der biologischen Vielfalt auf den stiftungseigenen Flächen zu erfassen. Mit standardisierten Methoden werden vergleichbare Daten gesammelt. So kann die Wirkung von Pflegemaßnahmen dokumentiert werden.

Am Beispiel des Ruhestetter Rieds im Biotopverbund der Bodensee-Region wird klar, dass dieses Vorgehen funktioniert. Im Naturschutzgebiet wurde ein neuer Weiher angelegt. Ein Jahr nach der Fertigstellung des Biotops findet ein Experte den Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Der Schmetterling gilt in Baden-Württemberg als vom Aussterben bedroht.

 

Mit Kescher und Drohne der Natur auf der Spur

Um den Zustand der Natur im Blick zu behalten, begeben sich Fachleute knietief ins Wasser oder meterhoch in die Luft. Spinnen und Insekten werden klassisch mit Bodenfallen gezählt. Kescher oder Lichtfallen kommen zum Einsatz, wenn Schmetterlinge erfasst werden müssen. Manche Landschaften können nicht betreten werden, etwa weil sie mit Munition belastet sind. Dann helfen den Wissenschaftler:innen Drohnen mit Kameras und Messgeräten. Mit innovativen Methoden werden die Daten dann ausgewertet. Scheuen oder nachtaktiven Tieren kommt man mit Fotofallen auf die Spur. Vögel sind leichter zu finden. Im Frühjahr verraten sie sich mit ihren Rufen und Gesängen.

Qualität ermöglicht Vergleichbarkeit

Um vergleichbare Daten zu erzeugen und Qualitätsansprüche zu erreichen, werden, wenn möglich, standardisierte Methoden angewendet. Die Heinz Sielmann Stiftung nutzt die Standards des Dachverbands Deutscher Avifaunisten beim Vogelmonitoring. Schmetterlinge werden im Rahmen des Tagfaltermonitorings nach festgelegten Kriterien des Netzwerks Nationales Naturerbe erfasst.

Wer sucht, der findet

Oft liegen die faszinierenden Dinge im Verborgenen. Wir müssen genau hinschauen, uns Zeit nehmen, um sie zu entdecken. Die schönsten Naturwunder lassen sich am Wegesrand entdecken. Auch unsere Fachleute kommen häufig aus dem Staunen nicht heraus. Sielmanns Naturlandschaften, Biotopverbünde und weitere Projektflächen sind Oasen der Artenvielfalt. Hier tummeln sich kuriose Moose, verschollene Spinnen oder komplizierte Schmetterlinge.

 

Ein starkes Netzwerk

Die Geschäftsbereiche Naturschutz und Biodiversität in der Heinz Sielmann Stiftung sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Fachleute vom Forstwissenschaftler bis zur Biologin entwickeln die Arbeit der Stiftung ständig weiter. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen sowie Ehrenamtlichen. Durch die Kooperationen ergeben sich spannende Forschungsfelder. Der Erkenntnisgewinn wird stetig dazu genutzt, die Wirksamkeit der Stiftung zu verbessern.

Naturschutz trifft Technik

Die Blüten der Besenheide schimmern im goldenen Abendlicht rose und sehen sehr filigran aus.© Nora Künkler

Heiden brauchen Pflege. Auf ehemaligen Truppenübungsplätzen ist dies eine besondere Herausforderung. Wie die Heidepflege auf munitionsbelasteten Flächen funktionieren kann, entwickelt das innovative Forschungsprojekt NaTec. Biodiversitäts­­forschung, Fernerkundung und Habitatmanagement werden miteinander verknüpft und in Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide angewendet.

Das Projekt der Heinz Sielmann Stiftung wird in Kooperation mit dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) realisiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses Vorhaben durch den Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.

 

Dem Fischotter auf der Spur

Eine junge rothaarige Frau mit grüner Jacke kniet vor einem Baum in einem Sumpfgebiet um eine Wildtierkamera zu befestigen.© Ralf Stork

Wie steht es um Heinz Sielmanns Lieblingstier? Mit Fotofallen und Spurensuche im Schlamm will eine junge Wissenschaftlerin dem Fischotter in Brandenburg auf die Schliche kommen. Yvonne Rychlak ist Feldökologin. Für ihre Masterarbeit an der Universität Potsdam erforscht sie die Fischotter-Population in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen.

Fischotter sind nachtaktiv und sehr scheu. Um ihre Aktivitäten zu verfolgen, sind technische Hilfsmittel nötig. Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt die Forschung mit der Anschaffung von hochwertigen Wildtierkameras.

 

Ist Moorschutz wirksam?

Im Moor stehen mehrere Plastikboxen. In einer großen grauen Box befinden sich Messgeräte, von denen aus Kabel zu Sonden in einer kleinen transparenten Box führen. © Stiftung Universität Hildesheim

Moore sind Klimaschützer und Lebensraum. Durch den Braunkohletagebau in der Niederlausitz wurden sie stark entwässert. Für einige Moore besteht aber noch Hoffnung. Die Wiedervernässung soll sie retten. Die Universität Hildesheim forscht daran, wie wirksam unsere Maßnahmen zum Schutz der Moore in den Bergbaufolgelandschaften sind. Forschende erheben Klimadaten, hydrologische Daten und kartieren Pflanzenarten.

Die Wissenschaftler:innen können später Auskunft darüber geben, ob die Moore wieder Kohlenstoffdioxid speichern und als Lebensraum von Tieren und Pflanzen angenommen werden.

 

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Abschlussarbeiten

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Kooperationen

Wissenschaftliche Einrichtungen oder Arbeitsgruppen können für größere Projekte mit der Stiftung kooperieren. Hier legen wir besonderen Wert auf Innovation und die Themen Klimawandel, Biodiversität, aber auch Didaktik und Pädagogik.

Kontakt

Forschung & Monitoring

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Geschäftsbereich Naturschutz

Heinz Sielmann Stiftung
Dyrotzer Ring 4
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