© Nora Künkler

Heide

Lebensraum der Extreme

Wo früher die Panzer rollten

Auf den kargen, sandigen Böden der Heide sind Nährstoffe von Natur aus Mangelware. Wer hier wohnt, lebt bescheiden und kommt mit Trockenheit und Nährstoffarmut bestens zurecht. Die trockenen Heiden im Osten Deutschlands sind meist das Ergebnis einer jahrzehntelangen militärischen Nutzung. Für Ackerbau eigneten sich die kargen und sandigen Böden nicht. Die Gegenden waren daher seit jeher kaum besiedelt. Ideale Voraussetzungen, um ungestört den Kriegsfall zu proben. Panzerketten, Explosionen und Brände verwundeten die Landschaft, schufen aber auch einen Lebensraum für eine beeindruckende Artenvielfalt.

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Heide-Fakten

12.407 ha

groß ist die Gesamtfläche aller Heidegebiete in Brandenburg, größer als in jedem anderen Bundesland.

20 Jahre

dauert es im Durchschnitt, bis Birken und Kiefern die Heide verdrängen. Manchmal sind die Bäume noch schneller.

40 Jahre

kann ein Strauch der Besenheide alt werden.

12 mg

Zucker produziert eine einzelne Blüte der Besenheide täglich.

Unsere Heidelandschaften

Kyritz-Ruppiner Heide

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Tangersdorfer Heide

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Döberitzer Heide

© Volker Gehrmann / karacho.berlin

Was macht die Heide aus?

Die robuste Besenheide (Calluna vulgaris) kommt mit Trockenheit, Hitze und Nährstoffmangel gut klar.
Viele Insekten haben sich auf die Besenheide als Nahrungspflanze spezialisiert. Sie kommen nur hier vor.

Kuriose Heide-Bewohner

Komische Vögel, hüpfende Heuschrecken, flitzende Spinnen und Käfer mit Rüssel.

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Vom Menschen geschaffen

Heide braucht Pflege

Die Heide ist eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Doch das artenreiche Paradies ist in Gefahr. Bäume besetzen die o­ffenen Gebiete und stellen die lichthungrigen Bewohner sukzessive in den Schatten. Langsam, aber sicher erobert sich der Wald die Gebiete zurück. Ohne menschliche Hilfe können die Bewohner dem Vormarsch der Pioniere nicht standhalten. Ohne Mahd oder Beweidung hat die Heide keine Chance. In Brandenburg sind alle zehn bis fünfzehn Jahre Pflegemaßnahmen nötig, um die Heide vor der Wiederbewaldung zu bewahren.

Explosives Erbe

Im Sandboden der ehemaligen Truppenübungsplätze schlummern böse Überraschungen. Zahlreiche Blindgänger aus dem militärischen Übungsbetrieb liegen im Sand. Die sowjetischen Truppen verklappten während des Truppenabzugs nach der Wende Munition, Waffen oder Chemikalien auf den ostdeutschen Truppenübungsplätzen. Dieses explosive Erbe macht die Pflege der Heidelandschaften aufwendig, teuer und gefährlich.

Unser Beitrag zum Schutz der Heide

Erleben Sie unsere Heidelandschaften

Kremserfahrten statt Kampfbomber. Blütenmeer statt Bomben. In Sielmanns Naturlandschaften Kyritz-Ruppiner Heide und Döberitzer Heide hat die Heinz Sielmann Stiftung Wege entmunitioniert und Rastplätze gebaut. Rund ums Jahr gibt es viele spannende Ausflugsziele und Veranstaltungen. Im August und September fasziniert die Heideblüte die Gäste.

Flächen kaufen – Heide schützen

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Drei gute Gründe für Ihre Spende

Refugien

Nachhaltigkeit

Unsere Arbeit ist auf Langfristigkeit ausgerichtet. Eingesetzte Spendengelder tragen nachhaltig zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt bei.

Offenheit

Besuchen Sie unsere Sielmanns Naturlandschaften und machen Sie sich persönlich vor Ort ein Bild von unserer erfolgreichen Naturschutzarbeit.

Gemeinschaft

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