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Wildbienen

Unverzichtbare Bestäuber in Gefahr

Fleißige Helfer für die Artenvielfalt

Wenn die Sommersonne lacht und alles blüht, kann man ihrem emsigen Summen lauschen: Wildbienen sind unterwegs und sammeln fleißig Pollen und Nektar. Diese faszinierenden Insekten leisten wichtige Arbeit bei der Bestäubung von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen. Durch ihren unermüdlichen Einsatz bestäuben sie fünf Mal so viele Pflanzen wie die domestizierte Honigbiene. Doch die kleinen Helfer haben es immer schwerer.  Rund die Hälfte aller Wildbienenarten gilt gemäß Roter Liste Deutschlands mindestens als gefährdet.

Wildbienen-Wissen

585

Wildbienenarten gibt es in Deutschland.

50 Prozent

aller Wildbienenarten stehen auf der roten Liste.

70 Prozent

der Wildbienenarten nisten unter der Erde.

3 bis 30 Millimeter

können Wildbienen groß sein.

90 Prozent

aller Wildbienenarten leben solitär, also nicht in Staaten.

Keine Artenvielfalt ohne Wildbienen

Etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion beruht auf dem Einsatz von Wildbienen. Sie sind nicht nur unersetzlich für Ernteerträge der Landwirtschaft, sondern sichern auch die Vielfalt und die Existenz vieler Wildpflanzen.

Ausgesuchte Feinschmecker

Viele Wildbienenarten sind stark spezialisiert. Sie sammeln ausschließlich den Pollen einer einzigen Pflanzengattung oder -familie. Andere Zuckerquellen verschmähen sie. In Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg findet man solche Arten. Hier lebt zum Beispiel die Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes), die sich auf Besenheide (Calluna vulgaris) spezialisiert hat. Würde die offene Heidelandschaft verschwinden, wäre diese und viele weitere Wildbienenarten bedroht.

© Hannes Petrischak
© Hannes Petrischak

Bodenständiger Nestbau statt Bienenstock

Ein Großteil aller Wildbienenarten baut seine Nester in der Erde. Dazu eignen sich vor allem sonnige, lockere Sandböden. Die Wildbienen graben dazu einen Nesteingang in die Erde, eine sogenannte Niströhre. Diese reichen von wenigen Zentimetern bis hin zu einem Meter ins Erdreich hinein. Am Ende der Niströhre legen die Bienen ihre Brutzellen an. Manche Arten wie die Blattschneiderbiene tapezieren die Nistzellen mit Blattstückchen; die Mohnbiene verziehrt sogar die Niströhre mit Teilen von Blüten.

Emsige Bestäuber

Beim Sammeln tragen Wildbienen Pollen von einer Blüte zur nächsten und befruchten damit ganz nebenbei die Pflanzen, auf denen sie landen. Auf diese Weise können Wildbienen bis zu 5.000 Blüten täglich bestäuben. Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen auch bei geringerer Sonneneinstrahlung und niedrigeren Temperaturen unterwegs und bestäuben so auch bei schlechtem Wetter. Außerdem fliegen auch die Wildbienen-Männchen Blüten an - was bei den Honigbienen nur den Arbeiterinnen vorbehalten ist. Damit tragen Wildbienen innerhalb der gleichen Zahl von Blütenbesuchen doppelt so stark zur Bestäubung bei wie Honigbienen.

© Ralf Donat

Honig- oder Wildbiene?

Honigbienen sind Nutztiere, die der Mensch vor einigen Tausend Jahren domestiziert hat. Honigbienen leben zusammen mit ihrer Königin in einem sozial organisierten Staat, dem Bienenstock. Hier übernimmt jeder seine ihm zugewiesene Aufgabe, um den Nachwuchs zu sichern.

Die meisten Wildbienenarten hingegen leben als Einzelgänger. Sie kümmern sich ganz allein um das Nest, die Brutzellen, die Eier und die Versorgung der Nachkommen.

Unsere heimischen Wildbienen

Wildbienen einfach erkennen und bestimmen

Wollen Sie mehr über Wildbienen erfahren? Unser Experte Dr. Hannes Petrischak hat das Buch „Welche Wildbiene ist das?“ im KOSMOS Verlag herausgegeben. Mit diesem Naturführer können Sie Wildbienen bestimmen und mehr über ihre Lebensweise erfahren. Bestellen Sie es in der Buchhandlung Ihres Vertrauens!

Warum sterben immer mehr Wildbienen?

Das Bienensterben ist inzwischen in aller Munde. Doch betroffen sind tatsächlich nur die Wildbienen, nicht die Honigbienen. Von den bei uns heimischen über 580 Wildbienenarten, gilt inzwischen die Hälfte als gefährdet. Doch was sind die Gründe für ihr massives Sterben?

Wir schützen Wildbienen!

Die Heinz Sielmann Stiftung möchte das Sterben der Wildbienen aufhalten. In unseren Naturlandschaften und Biotopverbünden erhalten wir Nistgelegenheiten und Nahrung. Unsere zielgruppengerechte Bildungsangebote ermächtigen vor allem Kinder und Jugendliche dazu, sich für den Schutz der Wildbienen einzusetzen. Unterstützen Sie uns gerne mit Ihrer Spende!

Wildbienen retten

Unterstützen Sie uns, um bedrohten Bestäubern ideale Lebensbedingungen zu schaffen.

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Drei gute Gründe für Ihre Spende

Refugien

Nachhaltigkeit

Unsere Arbeit ist auf Langfristigkeit ausgerichtet. Eingesetzte Spendengelder tragen nachhaltig zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt bei.

Offenheit

Besuchen Sie unsere Sielmanns Naturlandschaften und machen Sie sich persönlich vor Ort ein Bild von unserer erfolgreichen Naturschutzarbeit.

Gemeinschaft

Werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die sich für Naturschutz einsetzt. In Veranstaltungen können Sie sich austauschen und Erfahrungen teilen.

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