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Für die Artenvielfalt im Rotachtal: Heinz Sielmann Stiftung legt neue Gewässer, Hecken und Streuobstwiesen an

Wendehals sitzt auf einem Pfosten© Ralf Donat

Im Auftrag der Heinz Sielmann Stiftung finden seit Anfang Februar naturschutzfachliche Maßnahmen in den Gemeinden Oberteuringen und Deggenhausertal statt. Die Neugestaltung von Kleingewässern, Streuobstwiesen und Hecken kommt gefährdeten Arten wie Wendehals und Kammmolch zugute, aber auch andere Vögel, Amphibien, Insekten und Fledermäuse profitieren.

Seit vergangener Woche laufen Baggerarbeiten nordwestlich von Mennwangen (Deggenhausertal) und südlich von Behweiler (Oberteuringen): Hier werden im Zuge des Naturschutzprojekts Rotachtal durch die Heinz Sielmann Stiftung insgesamt drei neue Kleingewässer angelegt. „Wir freuen uns über das Entgegenkommen und das Vertrauen der Eigentümer, die hier ihre Flächen der Natur zur Verfügung stellen“, sagt Matthias Roth, zuständiger Projektkoordinator bei der Heinz Sielmann Stiftung: „Durch die Maßnahmen, die wir nun durchführen, entstehen wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Arten.“

Extensive Bewirtschaftung unterstützt Maßnahmen

In Oberteuringen wird auf einer benachbarten Fläche des neu angelegten Weihers zudem eine Streuobstwiese gestaltet, die der Flächeneigentümer anschließend extensiv bewirtschaften wird. In Mennwangen werden ein Tümpel und ein Weiher neu gestaltet. Zusätzlich werden hier eine bestehende Streuobstwiese verjüngt, neue Hecken angelegt, eine Abbruchkante für Wildbienen geschaffen und ein Wildblumensaum angelegt. Dexterrinder beweiden in Mennwangen die Flächen: Sie fressen das Drüsige Springkraut, eine invasive und sehr schnell wachsende Pflanze, die sich sonst ungehindert ausbreiten würde. Die geplanten Arbeiten werden bis Ende Februar abgeschlossen sein, im Frühjahr folgen die Pflanzungen.

Weitere Streuobstflächen zur Bearbeitung gesucht

Insbesondere Sing- und Wasservögel sowie Amphibien, Insekten und Fledermäuse werden von den Maßnahmen profitieren. Zu den unterstützten Arten zählen unter anderem Schilfrohrsänger, Wendehals, Laubfrosch oder Kammmolch, deren Bestände in Baden-Württemberg gefährdet sind.

Erste Maßnahmen für das Rotachtalprojekt hat die Heinz Sielmann Stiftung bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. Auch für den kommenden Winter ist die Anlage weiterer Kleingewässer in Oberteuringen und Deggenhausertal geplant. „Darüber hinaus sind wir stets daran interessiert, die naturschutzfachliche Pflege vorhandener Streuobstbestände im Rahmen des Projekts zu übernehmen und Vogelhecken an geeigneten Standorten anzulegen“, so Roth.

Eigentümer, die für das Rotachtalprojekt ihre Flächen zur Anlage von Vogelhecken oder ihre Streuobstwiesen zur Bearbeitung verfügbar machen wollen, können sich bei Matthias Roth melden: matthias.roth@sielmann-stiftung.de. Gesucht sind Flächen in den Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis zwischen Wilhelmsdorf und Friedrichshafen (Gemeinden Wilhelmsdorf, Horgenzell, Deggenhausertal, Oberteuringen, Friedrichshafen).

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