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Igelherzen Nordthüringen

Bessere Versorgung für verletzte Igel

Ausbau der Igelstation Nordthüringen

Jedes Jahr werden in der Igelstation des Vereins Igelherzen Nordthüringen hunderte verletzte oder geschwächte Braunbrustigel aufgenommen. Viele Tiere sind Opfer des Straßenverkehrs, leiden unter Krankheiten oder finden in unserer zunehmend aufgeräumten Landschaft kaum noch geeignete Lebensräume. Dank der Unterstützung der Heinz Sielmann Stiftung konnte die Ausstattung der Station deutlich verbessert werden – ein wichtiger Schritt, um den kleinen Wildtieren schneller und gezielter helfen zu können.  

 

 

Ein Igel liegt auf einer roten Decke und hält sein Baby mit dem Arm zugedeckt © Sandra Reichmann

Der Braunbrustigel spielt eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen: Als Insektenfresser hilft er, Schädlinge zu regulieren und trägt so zu gesunden Gärten und Landschaften bei. Doch durch Urbanisierung, Verkehr und den Verlust geeigneter Rückzugsorte geraten die Tiere zunehmend unter Druck.  

Die Igelstation in Nordthüringen kümmert sich jährlich um 250 bis 300 Igel, zusätzlich werden 50 bis 100 Igelbabys versorgt, die ohne menschliche Hilfe kaum überleben würden. Neben der Pflege verletzter Tiere engagiert sich der Verein auch in der Aufklärung der Bevölkerung über den Schutz der heimischen Igel.  

Vier Igel liegen auf einer Decke in einer Auffangstation, neben ihnen stehen zwei Futternäpfe © Sandra Reichmann

Neue Ausstattung für bessere Pflege und Behandlung 

Mit der Förderung konnten wichtige Anschaffungen für den Stationsbetrieb realisiert werden: 

Moderne medizinische Geräte 
Ein Ultraschallgerät ermöglicht es, Verletzungen oder innere Probleme frühzeitig zu erkennen. So kann schneller entschieden werden, welche Behandlung ein Igel benötigt. Zusätzlich unterstützen Patientenmonitore dabei, die Vitalfunktionen geschwächter Tiere kontinuierlich zu überwachen.  

Ein weiteres neues Gerät ist ein Kaltplasmagerät, das insbesondere bei chronischen oder schwer heilenden Wunden eingesetzt wird. Gerade bei infizierten Verletzungen kann diese Behandlungsmethode die Heilung deutlich verbessern.  

Verbesserte Hygiene in der Station 
Eine neue Waschmaschine erleichtert die tägliche Reinigung von Handtüchern, Decken und Pflegematerialien – eine wichtige Voraussetzung, um Krankheiten vorzubeugen und die Tiere optimal zu versorgen.  

Vorbereitung auf die Rückkehr in die Natur 

Ein wichtiger Bestandteil der Igelhilfe ist die Auswilderung gesunder Tiere. Dafür wurden zwei neue Auswilderungsgehege aufgebaut. In diesen geschützten Bereichen können sich die Tiere nach ihrer Behandlung langsam wieder an natürliche Bedingungen gewöhnen, bevor sie im Frühjahr in die Freiheit entlassen werden.  

Die Gehege wurden so angelegt, dass sie Schutz vor Fressfeinden bieten und gleichzeitig ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere schaffen. Unterstützt wurde der Bau durch engagierte Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer.  

 

Ein erfolgreich umgesetztes Projekt 

Innerhalb weniger Monate konnten durch das Projekt entscheidende Verbesserungen für die Igelstation erreicht werden. Die neue Ausstattung erleichtert nicht nur die tägliche Arbeit der Ehrenamtlichen, sondern verbessert vor allem die medizinische Versorgung und Überlebenschancen der Tiere.  

Einige Maßnahmen – etwa die weitere Bepflanzung der Auswilderungsgehege – werden noch ergänzt, sobald es die Witterung erlaubt. Ziel bleibt es, den Igeln möglichst naturnahe Bedingungen für ihre Rückkehr in die Wildnis zu bieten.  

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützte dieses Projekt mit einer Förderung von 13.416,49 Euro im Zeitraum von September- Dezember 2025.  

Kontakt

Igelherzen Nordthüringen e.V.

Südstraße 16
37339 Kirchworbis

+49 151/112 053 89
E-Mail: igelherzen-nordthueringen@gmx.de

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