In den Pflegestellen des Vereins werden geschwächte, verletzte oder verwaiste Tiere aufgenommen, medizinisch versorgt und gesund gepflegt, bis sie wieder in die Natur zurückkehren können. Viele dieser Tiere sind Opfer des Straßenverkehrs, verletzen sich an Gartenzäunen oder Netzen oder erleiden schwere Schäden durch Mähgeräte. Auch das Insektensterben verschärft ihre Situation, da es die Nahrungsgrundlage für Insektenfresser wie den Igel bedroht.
Im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. November 2025 wurde diese Arbeit durch ein landesweites Förderprojekt gezielt gestärkt. Hintergrund war die Einstufung des Braunbrustigels als gefährdete Art sowie der wachsende Bedarf an professioneller Wildtierpflege und qualifizierter Beratung der Bevölkerung. Ziel des Projekts war es, die 93 ehrenamtlich geführten Pflegestellen in Schleswig-Holstein mit moderner Infrastruktur und medizinischer Ausstattung auszustatten und so die Qualität der Versorgung nachhaltig zu verbessern.
Dank der Förderung durch die Heinz Sielmann Stiftung konnten unter anderem Außengehege, Wärmeplatten, Pflegeboxen, Absaugpumpen zur Behandlung von Madenbefall sowie Mikroskope zur Kot- und Parasitenuntersuchung angeschafft werden. Diese Ausstattung führte zu kürzeren Behandlungszeiten, einer deutlichen Entlastung der Ehrenamtlichen und verbesserten Überlebenschancen für die Tiere.