© Susanne Pfingst

Schaf schafft Landschaft

Korridore für die Artenvielfalt

Im Projekt „Schaf schafft Landschaft“ soll die Biodiversität im Hotspot 17 „Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald“ durch die Pflege mit Schafen langfristig erhalten und gefördert werden. In einem ganzheitlichen Ansatz arbeiten die Universität Kassel, der Werra-Meißner-Kreis und der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land in diesem Bundesprojekt zusammen, um die Bedingungen der Schäfereibetriebe in der Region und ihrer vierbeinigen Landschaftspfleger zu verbessern.

Die Heinz Sielmann Stiftung fördert im Projekt „Schaf schafft Landschaft“ die langfristige Flächensicherung durch Kauf und Pacht mit 100.000 Euro im Zeitraum 2019 bis 2024, um die Flächenausstattung der kooperierenden Schäfereien zu verbessern.

Schafherde weidet in idyllischer Landschaft, im Hintergrund eine Siedlung© Susanne Pfingst

Durch neue Beweidungskonzepte werden Entwicklungsflächen in die Beweidung aufgenommen, erworbene oder gepachtete Flächen eingebunden, es werden Triebwege freigestellt und so die Vernetzung in der Landschaft verbessert.

Die im Projekt vom Geo-Naturpark selbst durchgeführten Maßnahmen in der Landschaftspflege haben gleich zwei Ziele: Durch beispielsweise Entbuschungen erhalten, fördern und entwickeln sie artenreiche Lebensräume. Gleichzeitig entsteht mehr Weidefläche und die Nutzung wird erleichtert. Auch Hilfsmittel wie Zäune, Wasserfässer, Freischneider oder Lämmerschlupfe werden über das Projekt angeschafft und ermöglichen den Schäfer:innen ein effizienteres Arbeiten.

Kinder präsentieren Düngepellets aus Schafwolle

Auf einige Stellschrauben wie Agrarpolitik und Förderungen kann das Projekt leider nur eingeschränkt Einfluss nehmen. Die Möglichkeiten in diesem Bereich werden von der Fachgruppe Politik und durch überregionale Vernetzung insbesondere mit dem Nachbarn Thüringen intensiv verfolgt. Die Fortschritte im Projekt werden durch Forschung und Evaluation der Universität Kassel begleitet.

Ein außergewöhnlicher Baustein des Projektes ist die Marke Holles Schaf, mit der der Geo-Naturpark nicht nur neue Vermarktungskanäle für Produkte der Schäfereien erschließt, sondern auch neue regionale Produkte hervorbringt.

Schäfer mit Hund und Schafherde im Gelände© Marco Lenarduzzi

Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit sorgen für mehr Bekanntheit und Reichweite des Projekts. Durch Umweltbildung und in der Freizeit lässt sich direkt erleben, welche Naturschutzleistungen die Schäfereien für die Erhaltung der Kulturlandschaft erbringen, sei es auf einem Wanderweg durch die Wacholderheiden oder bei einer geführten Wanderung mit Besuch beim Schäfer oder der Schäferin.

„Den Menschen zu vermitteln, dass ihr Konsumverhalten den Erhalt der Natur vor der eigenen Haustür fördern kann, zählt gerade in Zeiten von Klimawandel und Artensterben sicher zu den neuen Kernaufgaben der Naturparke“, erklärt Marco Lenarduzzi.

Projektlogo SchafLand17 - Schaf schafft Landschaft

Kontakt

Zweckverband Geo-Naturpark Frau-Holle-Land

Klosterfreiheit 34 A
37290 Meißner

E-Mail: info@SchafLand17.de

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