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Wasserbüffel in Nienhagen 

Natürliche Landschaftspfleger im Einsatz

Natürliche Landschaftspfleger im Einsatz

Die Gemeinde Nienhagen im Landkreis Celle engagiert sich seit vielen Jahren konsequent für den Schutz und die Entwicklung naturnaher Lebensräume. Auf einer rund sechs Hektar großen, ökologisch bewirtschafteten Wald- und Wiesenfläche – der sogenannten Michelwiese – wurden drei Teiche sowie eine Flutmulde angelegt. Entstanden ist ein vielfältiges Feuchtbiotop, das zahlreichen Tier- und Pflanzenarten als Rückzugs- und Entwicklungsraum dient. Eine barrierefrei zugängliche Aussichtsplattform ermöglicht Besucherinnen und Besuchern bereits heute einen Einblick in diese weitgehend ungestörte Landschaft.

 

 

Holzhäuschen als Ausguck auf eine Weidefläche © Jörg Makel

Um die Pflege der Fläche dauerhaft naturnah und besonders schonend zu gestalten, hat sich die Gemeinde entschieden, vollständig auf den Einsatz schwerer Maschinen zu verzichten. Stattdessen setzt sie künftig auf eine bewährte Form der extensiven Landschaftspflege: den Einsatz von Wasserbüffeln. Die vorbereitenden Maßnahmen für dieses Vorhaben konnten erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Rahmen des Projekts wurde die Michelwiese mit einer wolfssicheren, solarbetriebenen Einzäunung ausgestattet. Damit ist eine ganzjährige Beweidung möglich, ohne die sensiblen Boden- und Uferbereiche zu beeinträchtigen. Gleichzeitig konnte eine tragfähige Organisations- und Finanzierungsstruktur aufgebaut werden: Die Betreuung der Tiere erfolgt in Kooperation mit dem örtlichen Klimaschutzverein Nienhagen, der gemeinsam mit einem erfahrenen Landwirt die Verantwortung für die sachkundige Pflege übernimmt. Zusätzlich haben sich weitere Ehrenamtliche eingebracht, und durch Spenden aus der regionalen Wirtschaft wurden bereits erste Mittel für den laufenden Betrieb eingeworben.

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Wasserbüffel sind die idealen Landschaftspfleger auf feuchten Extremstandorten und schaffen Lebensräume zum Beispiel für Insekten, Amphibien und Vögel.

Ab dem Frühjahr 2026 werden zunächst drei Wasserbüffel die Pflege der Wiesen übernehmen. Die robusten Tiere sind hervorragend an feuchte Standorte angepasst und entfalten durch ihr natürliches Verhalten eine große ökologische Wirkung. Ihr Weidegang schafft vielfältige Strukturen: Trittmulden füllen sich mit Wasser und bieten Lebensraum für Frösche und Lurche, offene Bodenstellen fördern spezialisierte Pflanzen, und der Dung der Tiere zieht Insekten an, die wiederum Vögeln und anderen Tierarten als Nahrungsquelle dienen. So entsteht ein dynamisches, artenreiches Mosaik aus offenen und bewachsenen Flächen.

Ein weiterer wichtiger Projekterfolg ist bereits jetzt sichtbar: Die Michelwiese und ihre Teiche werden vollständig maschinell unberührt gelassen. Bodenverdichtungen, Störungen und Vegetationsschäden konnten so vermieden werden. Die ökologische Entwicklung der Fläche wird fachlich begleitet und regelmäßig dokumentiert, um die positiven Effekte der Beweidung langfristig zu bewerten.

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützte den Zaunbau mit einer Förderung von 10.000 Euro im Zeitraum von August – Dezember 2025. 

Kontakt

Gemeinde Nienhagen

Dorfstraße 41
29336 Nienhagen

+49 5144 4910
E-Mail: makel-nienhagen@jdmn.de 

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