2002 übernahm der Rinderzüchter aus Düna bei Osterode am Harz zusammen mit seiner Frau den Hobbyhof des Vaters. „Der Erfolg war nicht garantiert, damals warnten die Betriebsberater vor dem großen unternehmerischen Risiko“, so Wehmeyer. Doch die Anstrengungen der zurückliegenden Jahre haben sich gelohnt.
Biologischer Landbau, Landschaftspflege und Direktvermarktung stellen die Säulen des Betriebs dar. Neben der Familie sind heute drei Mitarbeiter beschäftigt. Sie kümmern sich u.a. um 90 Zuchtkühe, insgesamt 260 Tiere der alten Rasse Harzer Rotes Höhenvieh. Die Kühe beweiden Flächen im Oberharz und im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen.
„Die Nominierung verstehe ich zunächst einmal vor allem als eine Bestätigung meines Betriebskonzeptes, worüber ich sehr stolz bin“, erklärt Wehmeyer, der bereits 2016 mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet wurde. Ein Gesamtsieg sei natürlich eine außerordentliche Würdigung seiner Arbeit.
Mehr als 180 Bewerbungen gingen bis zum Bewerbungsschluss Ende April ein. 33 Finalisten, drei Bewerber je Kategorie, sind durch die Jury ins Finale gewählt worden. Die feierliche Preisverleihung der Sieger erfolgt am 11. Oktober bei der Galaveranstaltung Nacht der Landwirte in Berlin.
Der Ceres-Award ist ein jährlich in Deutschland verliehener Premiumpreis des Deutschen Landwirtschaftsverlags. Er soll eine öffentliche Plattform sowie eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft schaffen. Ausgelobt in 11 Kategorien spiegelt der Award die gesamte Vielfalt der heutigen Landwirtschaft wider.
