DIE 17 ZIELE

In zahlreichen Projekten übernimmt die Heinz Sielmann Stiftung globale Verantwortung und setzt lokale Maßnahmen um, die dazu beitragen, unsere Welt nachhaltig zu gestalten. Um mehr zu erfahren, klicken Sie auf die gewünschte Kachel.



Ziel 1

Armut in allen ihren Formen und überall beenden.


Genetische Vielfalt bewahren

Der Sitz der Heinz Sielmann Stiftung ist das Gut Herbigshagen (im Hintergrund). Der Hof liegt mitten in der hügeligen Landschaft zwischen Eichsfeld und Werratal und ist Heimat für stark gefährdete Nutztierrassen. Die Eigenschaften der alten Rassen sind in ihrem genetischen Fingerabdruck gespeichert. Merkmale wie Krankheitsresistenzen oder Klimaanpassungen sind für zukünftige Züchtungen interessant.

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Wilde Verwandte schützen

Auch die genetische Vielfalt der wildlebenden Verwandten unserer Nutztiere soll erhalten bleiben. Sie tragen wichtige genetische Merkmale wie Krankheitsresistenzen oder Klimaanpassungen in sich. In Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer Heide leben die Przewalski Pferde, die letzte wilde Pferderasse weltweit.

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Wisentherde in der Döberitzer Heide. Foto: T. Marotzke

Genetische Ressourcen erhalten

Alle Wisente in Europa stammen von nur 12 Tieren ab, die Zoos und Wildgehegen vorm Aussterben gerettet wurden. Im Jahr 1923 gründete sich in Berlin die „Internationale Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents“. Ihre Aufgabe war es, eine Erhaltungszucht mit den verbliebenen Tieren aufzubauen. Heute gibt es in Europa wieder 4.500 Wisente. Etwa 90 davon leben in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.


Bodenqualität verbessern

In Wogdi (Äthiopien) unterstützt die Heinz Sielmann Stiftung ein Projekt zur Wiederbewaldung und nachhaltigen Entwicklung der Region. Durch intensive Nutzung der Wälder sind wertvolle Ressourcen wie Holz und fruchtbarer Boden gefährdet. Im Projekt werden Böden durch Terrassierungen und Bepflanzungen von Hanglagen geschützt.

Foto: Rainer Kwiotek /Stiftung Menschen für Menschen


Nachhaltige Lebensmittelproduktion

Die stiftungseigenen Flächen werden an lokale Unternehmen verpachtet. Die Pächter werden vertraglich dazu verpflichtet, die Flächen nachhaltig und ökologische zu bewirtschaften. Helmut Querhammer leitet den Bio-Betrieb „Döberitzer Heide-Galloway“. Seine Tiere  weiden am Rande von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide und im Ferbitzer Bruch auf etwa 120 Hektar. Das Bio-Fleisch wir lokal vermarktet.

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Ziel 3

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.


Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung ist ein elementares Menschenrecht und befähigt Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet die Heinz Sielmann Stiftung im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen zahlreiche außerschulische Lernprogramme an.

Foto: Slow Food Youth Akademie


Tage voller Vielfalt

Mit diesem Umweltbildungsprogramm auf Gut Herbigshagen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Natur hautnah erleben. Alle Sinne werden genutzt, um die Natur um uns herum wahrzunehmen. Die begeisterten Teilnehmer lernen Natur wertzuschätzen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.

Tage voller Vielfalt entdecken


Leben mit der Natur

Auf dem Schulbauernhof der Guts werden weitere Bildungsprogramme angeboten. Lernende erleben den Lebensrhythmus eines Bauernhofs und dessen ökologische Zusammenhänge. Ziel ist es, die Teilnehmer zu einem verantwortungsvollen Konsumverhalten anzuregen. Auch im Biotopverbund Bodensee werden im Rahmen einer Kooperation mit dem Verein Lernort Bauernhof Bodensee e.V. Projekttage angeboten.

Foto: Ingo Bulla


Kindertag in Wanninchen - Foto: Ralf Donat

Lernumgebung für alle

Sielmanns Natur-Erlebniszentrum Wanninchen bietet mit einer umfangreichen Ausstellung und abwechslungsreichen Bildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine inklusive Lernumgebung zum Thema Natur und Nachhaltigkeit.

Foto: Ralf Donat


Globales Lernen

Lerninhalte im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind auch Bestandteil der Wiederbewaldungs-Projekte in Rakai (Uganda) und Wogdi (Äthiopien), die die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt. Es werden Bildungs­veran­staltungen zu den Themen Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Biodiversität an Schulen und außer­schulischen Lernorten angeboten.

Foto: R. Kwiotek/Stiftung Menschen für Menschen



Ziel 5

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

 

 


Lebenselixier Wasser

Die Stiftung leistet in verschiedenen Projekten einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz wassergebundener Ökosysteme. Wasser ist Lebensgrundlage für Mensch und Natur. In Sielmanns Naturlandschaften, Biotopverbünden und in Förderprojekten spielt der Schutz von Gewässern und Mooren eine zentrale Rolle.


Moorschutz ist Klimaschutz

In Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen liegt das Brandteichmoor bei Bornsdorf. Über Jahrzehnte wurde das Moor künstlich entwässert und damit trocken gelegt. Mit Technikeinsatz wurden nun Gräben verschlossen, um das Wasser am Abfließen zu hindern. So konnte das Moor reaktiviert werden und nun wieder Biomasse und damit CO2 speichern.

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Lebensraum See

In Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen werden etwa 880 Hektar freie Wasserfläche geschützt. Die Seen dürfen nur teilweise mit Booten befahren werden. Die Fischer der Fischerei Köllnitz, am Westufer des Groß Schauener Sees, bewirtschaften die Seen mit Augenmaß und nachhaltig. So finden Schwarzmilan, Fischadler und Eisvogel hier genügen Nahrung und in den umliegenden Wäldern ungestörten Lebensraum.


Alles fließt

Wie eine Lebensader fließt der kleine Bach Nette durch das Tal bei Rühden, westlich des Harzes. Beschaulich schlängelt sich das Fließgewässer durch die hügelige Landschaft. Doch bei Hochwasser werden zerstörerische Kräfte freigesetzt. Die Heinz Sielmann Stiftung übernahm die Flächen im Jahr 2017 und führt die Arbeit des Aktion Naturland e.V. mit dem Schwerpunk ökologischer Hochwasserschutz fort.


Mehr Raum für die Elbe

In dem geplanten Naturschutzgroßprojekt „Mittelelbe-Schwarze Elster“ soll der starken Sohlerosionen der Elbe entgegengewirkt werden. Der Fluss gräbt sich immer tiefer in die Landschaft und der Wasserspiegel sinkt. Der Boden in der Elbaue trocknet daher häufiger und länger aus. Im Zusammenspiel mit dem Klimawandel wird das für Landnutzer zunehmend zum Problem. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Region sollen nun tragfähige Lösungen zum Schutz der Elbe entwickelt und umgesetzt werden.

Foto: Guido Puhlmann


Trittsteine für den Laubfrosch

Kleingewässer sind Lebensräume für Amphibien, Libellen, Vögel und andere Lebewesen. Früher entstanden sie zum Beispiel durch die regelmäßigen Überschwemmungen in Flussauen. Heute sind diese Prozesse aufgrund der intensiven Landnutzung außer Kraft gesetzt. Im Biotopverbund Bodensee haben sich Naturschutzpartner aus der Region zusammengeschlossen, um in den kommenden Jahren neue Kleingewässer anzulegen und bestehende zu sanieren.

Foto: Ralf Donat



Ziel 7

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.


Ressourceneffizientes Wachstum

Mensch und Wirtschaft sind in höchstem Maße auf die Dienstleistungen intakter Ökosysteme angewiesen. Es ist nur konsequent und eine Frage nachhaltiger Wirtschaftsweise, dass Betriebe einen Beitrag leisten, diese Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten und die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu reduzieren. Daher berät die Heinz Sielmann Stiftung Unternehmen, etwa zur Gestaltung naturnaher Firmengelände.

Foto: Stiftung Natur & Wirtschaft


Gemeinsam für die Region

Die Projekte der Heinz Sielmann Stiftung sollen auch immer zur Regionalentwicklung beitragen. Für Sielmanns Naturlandschaften, die Biotopverbünde und für Gut Herbigshagen werden attraktive nachhaltige Tourismusangebote erarbeitet und umgesetzt. Kooperationen mit lokalen Akteuren und Anbietern werden aktiv gesucht. Dazu gehört auch die Stärkung der Vermarktung lokaler Produkte, etwa von Pächtern der stiftungseigenen Flächen.



Ziel 9

Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.



Ziel 10

Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern.


Verbindung von Stadt und Land

Das Programm „Vom Büro in die Natur“ ermöglicht es Unternehmen, konkret für den Schutz der Biologischen Vielfalt aktiv zu werden. Die Verbindung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten wird gestärkt. Die Zielgruppe sind häufig Unternehmen mit Firmensitzen in Ballungszentren. Die Sielmanns Naturlandschaften liegen in ländlichen Räumen.

Foto: Susanne Wunderlich


Ressourcen nachhaltig nutzen

Der gesamte Betriebsablauf der Stiftung wird fortlaufend im Sinne der Sustainable Development Goals überprüft und das Handeln an der ökologischen Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das bedeutet, dass auch bei internen Entscheidungen und Arbeitsabläufen wie den Fragen der Mobilität, Beschaffung oder Finanzen, die ökologische Nachhaltigkeit unser Leuchtturm ist. 

Zum Nachhaltigkeitsbericht


Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung

Auf Gut Herbigshagen, in Sielmanns Naturland­schaften und Biotopverbünden werden Umwelt­bildungs­veranstaltungen und Exkursionen angeboten. Die Programme folgen dabei den Methoden und Zielen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Kooperationen mit anderen Bildungsträgern ergänzen die Angebote. Auch in Projekten, die die Heinz Sielmann Stiftung auf internationaler Ebene fördert, werden Umwelt­bildungs­veranstaltungen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung angeboten.

Foto: Julien Peters


Auf den Klimawandel reagieren

Für die Zukunft müssen wir lernen, mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. In den internationalen Projekten, die die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt, werden Maßnahmen zum Wald-, Boden- und Gewässerschutz umgesetzt, um die Klimafolgen abzufangen. Auch Moorschutzprojekte und Projekte zum Hochwasserschutz an Elbe und Oder verfolgen dieses Ziel.

Foto: Rainer Kwiotek /Stiftung Menschen für Menschen


Für Klimaschutz sensibilisieren

Die Bildungsangebote der Heinz Sielmann Stiftung greifen, an den geeigneten Stellen, selbstverständlich auch den Themenkomplex Klimawandel auf. Es werden gemeinsam mit den Lernenden Ursachen erforscht und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung der Klimaauswirkungen entwickelt. 

Foto: Kristin Sendler



Ziel 14

Ozeane, Meere und Meeres­ressourcen im Sinne nach­haltiger Ent­wicklung erhalten und nach­haltig nutzen.


Böden schützen

Boden ist eine wertvolle Ressource. Von gesunden Böden hängt unsere Lebensmittelversorgung ab. Durch nachhaltige Nutzung können Böden geschützt und Wüstenbildung bekämpft werden. In den Projekten in Uganda und Wogdi wird Bodenschutz durch Widerbewaldung und angepasste landwirtschaftliche Methoden betrieben.

Foto: Rainer Kwiotek /Stiftung Menschen für Menschen


Biologischen Vielfalt bewahren

In eigenen Projekten, auf eigenen Flächen, in Kooperationen und in zahlreichen Förderprojekten der Stiftung steht der Schutz der Biologischen Vielfalt immer im Vordergrund. Durch Kauf können Flächen langfristig für den Naturschutz gesichert werden. Kleinere regionale Projekte tragen genauso zum Erhalt der Biologischen Vielfalt bei, wie große nationale und internationale Projekte zum Schutz ganzer Landschaftsräume.

Foto: Ralf Donat



Ziel 16

Friedliche und inklusive Ge­sell­schaften für eine nach­haltige Entwick­lung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungs­fähige, rechen­­schafts­­pflichtige und inklusive Insti­tutionen auf allen Ebenen aufbauen.


Globale Partnerschaften ausbauen

Die Stiftung ist Mitglied der Foundations-Plattform F20.  Mehr als 45 Stiftungen aus der ganzen Welt haben sich zu einer einzigartigen Allianz für mehr Klimaschutz und eine globale Energiewende zusammengeschlossen. F20 versteht sich als Brücke zwischen den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern G20, der Privat- und Finanzwirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel der Stiftungsplattform ist, die Umsetzung der Agenda 2030.

Foto: Jochen Quast


Internationale Kooperationen stärken

Die African Forest Landscape Restoration Initiative (AFR100) will bis 2030 etwa 100 Millionen Hektar Wald wiederherstellen. Die Initiative ist ein wichtiger Bestand­teil interna­tionaler Ab­kommen zur Bewahrung und Wieder­her­stellung der Wälder. Die Heinz Sielmann Stiftung möchte zu dieser zukunfts­weisenden Teamleistung beitragen und ist daher seit Frühjahr 2018 als erste deutsche Nichtregierungsorganisation technischer Partner der Initiative AFR100.

Foto: Paul Zaake



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