Zwischen Sand und Sonne: ein Hotspot der Vielfalt.
Im Zentrum der Exkursion steht die Besenheide (Calluna vulgaris) als ökologische Schlüsselart. Ihre Blüten und ihr Pollen sind Nahrungsgrundlage für mehrere spezialisierte Wildbienenarten. Die Heidekraut-Seidenbiene etwa sammelt ihren Pollen nahezu ausschließlich an Calluna – am liebsten kopfüber. Auch Argus-Bläuling, Rostbinde und Eisenfarbiger Samtfalter sind untrennbar mit der Heide verbunden: Die Falter sind auf warme, offene Strukturen angewiesen sind. Die Große Erdhummel wiederum nutzt den reichhaltigen Heidenektar als unverzichtbare Nektarquelle im Spätsommer.
Mindestens ebenso artenreich wie die blühende Heide ist der offene Sandboden dazwischen. Die Blauflügelige Ödlandschrecke benötigt vegetationsfreie Stellen für ihre Thermoregulation und ihr Balzverhalten – ihr elektrisch-blauer Blitzflug beim Auffliegen ist unverkennbar. Verschiedene Sandlaufkäferarten jagen auf den heißen Sandflächen mit einer für Käfer außergewöhnlichen Geschwindigkeit. Und die Dünen-Ameisenjungfer konstruiert ihre trichterförmigen Fallengruben im lockeren Sand.
Die Gemeinschaften aus seltenen und hoch spezialisierten Arten machen die Heide zu einem Ökosystem von außerordentlicher naturschutzfachlicher Bedeutung. Ein besonderer Höhepunkt der Exkursion ist die Rote Röhrenspinne - wenn es gelingt, sie zwischen den Heidesträuchern bei ihrer Suche nach einem Weibchen aufzuspüren.
Die Exkursion in einen Lebensraum der Extreme richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre. Die Strecke der Exkursion beträgt etwa 3-5 km. Wir bitten um Anmeldung per Mail an elstal@sielmann-stiftung.de oder telefonisch unter +49 5527 914-444. Wir behalten uns vor, Veranstaltungen bei Extremwetter oder bei Unterschreitung der Mindestteilnehmerzahl abzusagen. Der Treffpunkt für die Veranstaltung ist die Ausstellung im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Elstal.
Bitte denken Sie an wetterfeste Kleidung bzw. Sonnenschutz und bringen Sie im Sommer eine Trinkflasche mit.