Spenden Spenden Veranstaltungen Veranstaltungen Newsletter

Der Sieger steht fest!Gartentier des Jahres 2020

Gärtnern liegt stark im Trend und die Garten­saison ist bereits in vollem Gange. Doch der Verlust naturnaher Strukturen durch falsch verstan­denen Ordnungs­sinn, der Einsatz chemischer Dünger und Pflanzen­schutz­mittel machen der Natur im Garten zu schaffen. Vom 17. April bis 1. Juni konnten Sie abstimmen, wer Deutschlands Gartentier des Jahres 2020 wird. Wie immer standen sechs tierische Gartengäste zur Auswahl. 7.819 Personen sind unserem Aufruf gefolgt - das Ergebnis ist eindeutig:

Platz 1: Braunbrustigel mit 31.7 % der Stimmen

Platz 2: Gehörnte Mauerbiene mit 23.1 % der Stimmen

Platz 3: Gartenrotschwanz mit 17.3 % der Stimmen

Was Sie für Igel im Garten tun können

Die Gewinner*innen der Verlosung werden in Kürze schriftlich per E-Mail benachrichtigt.

Zu gewinnen gab es: 

  • 1x handsigniertes Buch "Unsere Vögel" von Peter Berthold
  • 4x Wildbienen-Nisthilfen für Haus und Garten
  • 3x Kosmos-Naturführer "Bei Dir summt's wohl"
  • 3x Kosmos-Naturführer "Igel im Garten"
  • 10x handsignierte DVDs "Kinder der Sonne" von Jan Haft

Erinaceus europaeus Braunbrustigel

Igel sind gern gesehene Garten­besucher, denn sie sind bekannt für ihren Appetit auf Nacktschnecken. Die stacheligen Säugetiere gehen nachts auf die Jagd und brauchen tagsüber Versteckmöglichkeiten im Garten.

Mir hilft: “unordentliche” Gartenecken mit Laub- und Reisighaufen, Hecken zum Verstecken, Wildblumenwiesen mit leckeren Insekten

Nahrung: Schnecken und andere Wirbellose


Foto: Andreas Lettow, Piclease
31.81 %

Osmia cornuta Gehörnte Mauerbiene

Diese Wildbiene fliegt schon früh im Jahr auf der Suche nach Pollen von Frühblühern durch unsere Gärten. Sie nistet in allerlei Hohlräumen wie Mauerritzen, Löchern ver­putzter Hauswände oder Fugen zwischen Steinen.

Mir hilft: unsanierte Schuppen- oder Scheu­nenwände, ein Bienenstein oder Bam­bus­röhrchen als Nisthilfe, ein reich­hal­tiges Nektarbuffet von heimischen Wildblumen

Größe: 12 bis 16 mm


Foto: Gerd Herrmann, Piclease
23.03 %

Phoenicurus phoenicurus Gartenrotschwanz

Das Männchen macht sich für die Balz extra schick. Die roten Bauchfedern und die schwarze Maske mit dem hellen Augenstrich machen ihn unverkennbar. Mit seinem etwas gepressten schmatzenden Gesang trällert er durch unsere Gärten.

Mir hilft: ein naturnaher Garten, mit Sitzwarten, Bruthöhlen und vielen eiweißreichen Insekten

Größe: etwa 14 cm, etwas kleiner als ein Spatz


Foto: Holger Duty, Piclease
17.2 %

Macroglossum stellatarum Tauben­schwänzchen

Hier schwirrt kein Kolibri von Blüte zur Blüte. Das Tauben­schwänzchen ist ein tagaktiver Nachtfalter. Die medi­terrane Art fühlt sich in unseren Siedlungen wohl, weil dort ein wärmeres Mikro­klima herrscht. Mit fort­schrei­tendem Klima­wandel verschiebt sich ihre Verbreitung weiter nach Norden.

Mir hilft: Labkräuter für die Raupen, üppiges Nektarangebot für die Falter

Flügelspannweite: bis zu 76 mm


Foto: gayulo, Pixabay
15.96 %

Cepaea hortensis Garten­schnirkelschnecke

Bitte kein Schneckenkorn auslegen! Diese Schnecke ernährt sich von toten Pflanzen­teilen, Moos und Algen. Damit trägt sie im Garten zur Humus­bildung bei. Die Farbe der Häuschen ist sehr variabel. Klar zu erkennen ist sie am hellen Rand am Eingang des Schnecken­hauses.

Mir hilft: ein großer Komposthaufen und feuchte Gartenecken mit Moos

Wissenswert: März bis Oktober aktiv


Foto: Vera Kuttelvaserova, Adobe Stock
6.45 %

Pelophylax lessonae Kleiner Teichfrosch

Einer der kleinsten Frösche Europas lässt sich auch an naturnahen Gartenteichen beobachten. Er hat eine spitze Schnauze, waagerechte Pupillen und auf der grünen Haut scharf abgegrenzte dunkle Flecken.

Mir hilft: Teiche ohne Fische, denn die fressen Kaulquappen, und mit vielen Ufer- und Unterwasserpflanzen

Größe: 4,5 bis 6,5 cm


Foto: Georg Pauluhn, Piclease
5.54 %