© Streuobstwiese mit Schafen

Eberstädter Streuobstwiesen 

Entwicklung der Eberstädter Streuobstwiesen zu einer klimaresilienten Baumlandschaft

In den Eberstädter Streuobstwiesen bei Darmstadt, eins der größten zusammenhängenden Streuobstwiesengebiete in Hessen, wimmelt es von Leben. Zahlreiche Pflanzen, Pilze, Insekten, Vögel und andere Tiere bereichern das Gebiet mit einer außerordentlichen Vielfalt. Gefährdete Pflanzen wie das Zwerggras oder die Sand-Radmelde sind Teil der Landschaft. Igel, Zauneidechsen, Grün- und Buntspechte, Wendehals und Gartenrotschwanz, auch Siebenschläfer, Dachse und Füchse finden in diesem Lebensraum ein Zuhause. Seit ein paar Jahren ist sogar der Wiedehopf dort präsent. Und doch sind die Streuobstwiesen durch den Klimawandel gefährdet. Vor allem die Obstbäume leiden unter Trockenheit und Hitze und sind anfälliger für Krankheiten.

 

 

Frau trägt einen Helm und hält eine Stange in einen Baum © Freundeskreis Eberstaedter Streuobstwiesen e.V.

Seit 2022 befasst sich der Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen e.V. (FES) intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels. Um das artenreiche Ökosystem Streuobstwiesen zu erhalten, beabsichtigt der FES anhand von verschiedenen Maßnahmen das Gebiet zu einer klimaresilienten Baumlandschaft zu entwickeln. Der FES pflanzt alternative Obstbaumarten und -sorten und experimentiert mit neuen Pflanzmethoden. Parallel dazu hat der FES die Obstbaumpflege von bestehenden Bäumen erweitert und verbessert. Zur Vitalisierung dieser Obstbäume wendet der FES zudem einen Baumschnitt nach Öschberg an. Bisher zahlt sich die Strategie aus: die Baumwart:innen berichten über eine gute Entwicklung der Obstbäume. Auch etabliert sich die Basisstruktur der Öschberg-Krone immer weiter. Der Vitalisierungsschnitt nach Öschberg hat sich, zusammen mit der Erweiterung und Verbesserung anderer Baumpflegemaßnahmen, bisher als vielversprechend erwiesen.

 

3 Menschen mit Leitern laufen durch die Streuobstwiese © Freundeskreis Eberstaedter Streuobstwiesen e.V.

Noch befindet sich der FES in der Hochphase dieser Vitalisierungsmaßnahmen. Mindestens vier darauffolgende Jahre sollen die Bäume nach Öschberg geschnitten werden, um zukünftig die Schnittintervalle zu vergrößern. Erstmals also eine kosten- und arbeitsintensive Arbeit, die sich jedoch immer weiter reduziert. 

Im Frühjahr 2026 beabsichtigt der FES nochmals den Großteil der priorisierten Obstbäume in zwei großen Baumschnitt-Aktionen nach Öschberg zu schneiden. Für die Umsetzung dieser Baumschnitt-Maßnahmen ist der FES auf externe ausgebildete und erfahrene Baumwart:innen angewiesen. 

 

Streuobstwiese mit Schafen © Freundeskreis Eberstaedter Streuobstwiesen e.V.

Angestellte vom FES und Ehrenamtler:innen begleiten diese Aktionen, kümmern sich um die Organisation, schneiden einen kleineren Teil der Bäume und räumen das Schnittholz. Auch sichert das Team, verteilt über das Jahr, die Ausführung der anderen Baumpflege- und Pflanzmaßnahmen. 

Der FES hat mit dem gesamten Projekt ein Pilotprojekt initiiert, das überregionale Ausstrahlungskraft entfalten könnte. Seit fast 4 Jahren erprobt der Verein auf ca. 60 ha gepflegten Flächen praxistaugliche neue Ansätze, wie klimaresiliente Streuobstwiesen und Baumlandschaften der nächsten Generation entwickelt werden könnten. Die gesammelten Erfahrungen können von anderen Initiativen und Landwirten übernommen oder auf ihre regionalen Bedingungen angepasst werden. 

 

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt dieses Projekt mit einer Förderung von 10.000 Euro im Zeitraum von Januar 2026 – März 2026. 

Kontakt

Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen e. V.

Steckenbornweg 65
64297 Darmstadt

+49 6151 / 2733 233
E-Mail: zentrum@streuobstwiesen-eberstadt.de

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