© M. Scholz

Klimaschutz unter den Hufen

Wie viel Kohlenstoff speichern extensiv beweidete Auen?

Auen gehören zu unseren wertvollsten Landschaftsräumen. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, können Hochwasser zurückhalten und spielen auch für den natürlichen Klimaschutz eine wichtige Rolle. Wie sich unterschiedliche Formen der Bewirtschaftung auf die Kohlenstoffspeicherung von Auenböden auswirken, ist bislang jedoch nur unzureichend untersucht. Insbesondere zur extensiven Ganzjahresbeweidung fehlen belastbare Daten. 

 

 

Feldstudie für mehr Erkenntnisse

© M. Scholz

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) geht dieser Frage deshalb in einer bundesweiten Feldstudie nach. Untersucht werden drei repräsentative Auenstandorte mit extensiver Beweidung. Zwei davon – die Lippe-Aue und die Rodach-Aue – wurden bereits im Sommer untersucht. Die Forschenden gehen davon aus, dass sich eine extensive Ganzjahresbeweidung positiv auf die Speicherung von Kohlenstoff im Boden auswirken kann. Frühere Untersuchungen zeigen bereits, dass Auengrünland höhere Kohlenstoffvorräte aufweisen kann als ackerbaulich genutzte Flächen vergleichbarer Standorte. 

 

 

Auenböden genauer unter die Lupe nehmen

© F. Därnstedt

Im Mittelpunkt der Feldstudie steht die Frage, wie viel Kohlenstoff in der oberirdischen Biomasse und im Boden unterschiedlicher Auen- und Nutzungsformen gespeichert wird. Dafür werden auf extensiv beweideten Auenweiden sowie auf vergleichbaren extensiv und intensiv genutzten Grünland- und gegebenenfalls Ackerflächen Boden- und Biomasseproben genommen und anschließend im Labor untersucht. 

Berücksichtigt werden dabei auch Unterschiede bei Bodentyp und Überflutungsdauer. So soll wissenschaftlich bewertet werden, welche Bedeutung die extensive Ganzjahresbeweidung für die Kohlenstoffspeicherung und damit für den natürlichen Klimaschutz haben kann. 

Die Ergebnisse sollen zugleich eine bessere Datengrundlage schaffen, um die Bedeutung extensiv bewirtschafteter Auen für Klima-, Hochwasser- und Biodiversitätsschutz sichtbar zu machen. Langfristig können die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, naturbasierte Lösungen stärker in die Fläche zu bringen und die extensive Beweidung als zukunftsfähige Form der landwirtschaftlichen Nutzung von Auen zu stärken. 

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt dieses Projekt mit einer Förderung von 24.000 Euro im Zeitraum von Januar bis Dezember 2026. 

 

Kontakt

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Hackescher Markt 4
10178 Berlin

E-Mail: info@duh.de
 

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.