Im Mittelpunkt der Feldstudie steht die Frage, wie viel Kohlenstoff in der oberirdischen Biomasse und im Boden unterschiedlicher Auen- und Nutzungsformen gespeichert wird. Dafür werden auf extensiv beweideten Auenweiden sowie auf vergleichbaren extensiv und intensiv genutzten Grünland- und gegebenenfalls Ackerflächen Boden- und Biomasseproben genommen und anschließend im Labor untersucht.
Berücksichtigt werden dabei auch Unterschiede bei Bodentyp und Überflutungsdauer. So soll wissenschaftlich bewertet werden, welche Bedeutung die extensive Ganzjahresbeweidung für die Kohlenstoffspeicherung und damit für den natürlichen Klimaschutz haben kann.
Die Ergebnisse sollen zugleich eine bessere Datengrundlage schaffen, um die Bedeutung extensiv bewirtschafteter Auen für Klima-, Hochwasser- und Biodiversitätsschutz sichtbar zu machen. Langfristig können die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, naturbasierte Lösungen stärker in die Fläche zu bringen und die extensive Beweidung als zukunftsfähige Form der landwirtschaftlichen Nutzung von Auen zu stärken.