Wählen Sie das schönste Naturwunder Deutschlands

Die Heinz Sielmann Stiftung suchte gemeinsam mit Europarc Deutschland e. V. Deutschlands schönstes Naturwunder. Bis zum 30. September 2014 standen 18 Moorlandschaften aus dem gesamten Bundesgebiet zur Wahl, darunter einzigartige Niedermoorlandschaften in Sachsen-Anhalt, Hochmoore in der Rhön und Heidemoore in der Eifel. Moore weisen sehr spezialisierte Tier- und Pflanzenarten auf und sind unverzichtbare Kohlenstofflager und -speicher.

Als Gewinner des Wettbewerbs ging in diesem Jahr das Rambower Moor in Brandenburg hervor.

Zahlreiche Postkarten und Abstimmungslisten erreichten uns in den letzten Tagen des Wettbewerbs. Die Einpflege dieser Stimmen konnte aus zeitlichen Gründen erst nach Abschluss des Wettbewerbs erfolgen. Daher kam es zu Veränderungen im Ergebnis, nachdem die Abstimmung bereits beendet war.

Wir bitten den Umstand zu entschuldigen, fühlten uns jedoch verpflichtet, die Abstimmungen zu berücksichtigen, die bis zum 30. September bei uns eingegangen waren.

Partner des Naturwunder-Wettbewerbs 2014

Waldmoor Smoling im Dahmeland

Waldmoor Smoling im Dahmeland

Brandenburg, Naturpark Dahme-Heideseen

In den großen Waldlandschaften des Naturparks Dahme-Heideseen befinden sich zahlreiche kleine Moore. Zu ihnen gehört der Smoling unweit von Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen. Im Sommer zieren die Früchte des Wollgrases das kleine Waldmoor. Der Name Smoling geht zurück auf die hier früher betriebene Köhlerei. Um die beim Kohlen glühenden Hölzer abzulöschen wurde Wasser gebraucht. Dieses stammte aus dem Moor, der damals noch ein kleiner See war.

Foto: NABU Dahmeland - Wolfgang Klaeber
1.52 %

Rambower Moor in der Prignitz

Rambower Moor in der Prignitz

Brandenburg, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Tanzende Kraniche, Orchideenwiesen, meckernde Himmelsziegen, geheimnisvolle Torfstiche, dichte Schilfgürtel und ein flacher Moorsee – das Rambower Moor im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist ein wahres Refugium in der Prignitz und beheimatet eine unglaubliche Artenvielfalt.

Foto: Dieter Damschen
41.41 %

Ursprüngliche Moorlandschaft im Nationalpark Harz

Ursprüngliche Moorlandschaft im Nationalpark Harz

Niedersachsen, Nationalpark Harz

Die Moore im Nationalpark Harz haben ihre Ursprünglichkeit bewahrt und sind bis über 7 Meter mächtig. Vom Aussterben bedrohte Schmetterlinge wie der Moosbeeren-Grauspanner leben hier. Die seltene Alpen-Smaragdlibelle schwirrt lautlos durch die Luft. Charakteristische Pflanzen sind der Rundblättrige Sonnentau oder Zwergsträucher, darunter Krähen- und Moosbeere sowie ein Überrest der letzten Eiszeit: die Rosmarinheide.

Foto: Dr. Gunter Karste
2.67 %

Schopflocher Moor auf der Schwäbischen Alb

Schopflocher Moor auf der Schwäbischen Alb

Baden-Württemberg, Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Schopflocher Moor in der Gemeinde Lenningen ist auf der wasserarmen Schwäbischen Alb eine absolute Besonderheit. Mit der Verwitterung von Basalttuff aus dem schwäbischen Vulkan ist eine wasserundurchlässige Tonschicht und somit das einzige Hochmoor auf der Alb entstanden. Der Maarsee ist im Laufe der Zeit verlandet, zurückgeblieben ist ein ökologisches Kleinod für Wanderer und Naturliebhaber.

Foto: Dieter Ruoff
2.67 %

Hühnerfeld im Kaufunger Wald

Hühnerfeld im Kaufunger Wald

Niedersachsen, Naturpark Münden

Das Naturschutzgebiet "Hühnerfeld" im nördlichen Teil des Kaufungunger Waldes im Naturpark Münden ist eine große Bergwiesenfläche mit Hochmoorcharakter. Der Name leitet sich von Hünenfeld ab, womit früher eine freie Fläche im Bergland, also ein "Hohes Feld", bezeichnet wurde. Es beherbergt typische und geschützte Hochmoorarten wie das Scheidige Wollgras und den fleischfressenden Rundblättrigen Sonnentau.

Foto: Sibylle Susat
0.38 %

Wolfsbruch im Naturschutzgebiet Ebbemoore

Wolfsbruch im Naturschutzgebiet Ebbemoore

Nordrhein-Westfalen, Naturpark Ebbegebirge

Im Sauerland zwischen Meinerzhagen und Ebberg steht entlang des Ebbekamms ein rund 1.000 Hektar großes Waldgebiet unter Naturschutz. Seinen Namen verdankt das Gebiet den darin eingelagerten Mooren. Besonders beeindruckend sind die mit weißen Fruchtschöpfen des Wollgrases übersäten Moorflächen im Wolfsbruch. Wanderer können zahlreiche geschützte Pflanzen und Tiere beobachten, wie Mooslilie und Moosbeere sowie verschiedene Spechtarten und Eisvögel.

Foto: Klaus Kraatz
4.38 %

Venner Moor

Venner Moor

Niedersachsen, Natur- und Geopark TERRA.vita

Das Naturschutzgebiet Venner Moor im südlichen Landkreis Osnabrück ist im südlichen Teil geprägt von bäuerlicher Handtorfstichnutzung. Vier große Torfstiche sind mittlerweile mit Wasser gefüllt. Weite Teile des Gebietes sind mit Birken und Kiefern bewachsen. Im nördlichen Bereich des Schutzgebietes, in dem derzeit noch Torf abgebaut wird, sind bereits große Flächen renaturiert. Hier soll sich langfristig wieder eine Landschaft mit Hochmoorcharakter entwickeln. Baumfalke, Zwergtaucher und Kreuzotter sind im Venner Moor anzutreffen.

Foto: TERRA.vita/ Melanie Schnieders
17.18 %

Wollenscheider und Hoscheider Venn in der Eifel

Wollenscheider und Hoscheider Venn in der Eifel

Nordrhein-Westfalen, Nationalpark Eifel

Das „Wollerscheider und Hoscheider Venn“ bilden zusammen mit weiteren kleinen Mooren im Umfeld des Nationalparks Eifel die Ausläufer des im benachbarten Belgien gelegenen großen Hochmoores „Hohes Venn“. Verschiedene Lebensraumtypen wie Hochmoorvegetation, Übergangsmoor, Schwingrasen sowie Feuchtheiden und von Birken dominierte Moorwälder sind vorhanden. Die Pflanzen- und Tierwelt spiegeln dies mit typischen Arten wie Rosmarinheide, Nordische Moosjungfer und Hochmoor-Mosaikjungfer wider.

Foto: Jochen Rodenkirchen
0.24 %

Heidemoor im Naturpark Hohes Venn - Eifel

Heidemoor im Naturpark Hohes Venn - Eifel

Nordrhein-Westfalen, Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn - Eifel

Die östlich von Dahlem gelegene „Wasserdell“ im Naturpark Hohes Venn - Eifel besteht aus einer wertvollen Naturlandschaft mit gut ausgebildeten Heidemoorflächen, Torfmoosbeständen und Faulbaumgebüschen sowie dem nährstoffarmen Moorbach mit kleinem Erlenbruchwald. Grasfrosch, Mooreidechse und Hochmoor-Perlmutterfalter sind in dem Naturschutzgebiet anzutreffen. Das Gebiet ist mittels eines Rundweges von 8 Kilometern Länge, dem Moorpfad Dahlem, erschlossen. Ein 500 Meter langer Holzsteg durch die „Wasserdell“ ist barrierefrei.

Foto: Tourist-Information Oberes Kylltal, Andreas Wisniewski
0.48 %

Hornisgrinde im Schwarzwald

Hornisgrinde im Schwarzwald

Baden-Württemberg, Nationalpark Schwarzwald

Die Hornisgrinde ist mit 1.163 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Es wird vermutet, dass der Name so viel wie sumpfiger Kopf bedeutet und auf das Hochmoor hinweist. Dieses ist bis zu fünf Meter stark und von Natur aus unbewaldet. Auf mindestens 6.000 Jahre wird das Alter des Moores geschätzt. Am südlichen Ende des Plateaus - oberhalb des Mummelsees - steht der 23 Meter hohe Hornisgrindeturm, von dem aus Besucher bei klarem Wetter zahlreiche Berge des Schwarzwaldes, die Vogesen, Teile des Pfälzerwaldes und der Schwäbischen Alb sehen können.

Foto: natur-phaenomenal.de
0.71 %

Rote Moor in der Rhön

Rote Moor in der Rhön

Hessen, Biosphärenreservat Rhön

Das Rote Moor auf den Hochebenen der Rhön ist das größte Hochmoor Hessens und entstand nach der Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren. Insgesamt 175 Jahre - bis in die 1980er Jahre - wurde Torfabbau betrieben, so dass allein die Randgebiete des Hochmoores sehr gut erhalten blieben. Ein etwa 3 Kilometer langer Rundweg führt durch das Rote Moor und gibt Einblicke in die sensible Natur des Gebietes. Hier sind Moos- und Krähenbeere beheimatet, können die vom Aussterben bedrohte Bekassine und Wiesenpieper beobachtet werden.

Foto: www.rhoentourist.de / Klaus Seiffert
2.9 %

Schwarze Moor an der Hochrhönstraße

Schwarze Moor an der Hochrhönstraße

Bayern, Biosphärenreservat Rhön

Das Schwarze Moor liegt in der Bayerischen Rhön und ist mit rund 66 Hektar der größte Moorkomplex in der Rhön. In manchen Bereichen hat es eine Stärke von über acht Metern. Für das Schwarze Moor sind Vertiefungen wie Flarken und Kolke charakteristisch. Diese Wasseransammlungen von bis zu zwei Metern Tiefe durchziehen das Torfgebiet. Die Karpaten-Birke zählt zu den markantesten Baumarten der Moorlandschaft. Sie fällt durch ihren bizarren Wuchs auf und bildet am Rand des Moores einen Wald. Hier kommt noch vereinzelt der Auerhahn vor. In den trockeneren Bereichen des Moores leben Kreuzotter, Feuersalamander, Blindschleiche und Bergeidechse

Foto: Erich Schnepf, www.rhoenbilder.de
22.51 %

Stedtlinger Moor bei Stedtlingen

Stedtlinger Moor bei Stedtlingen

Thüringen, Biosphärenreservat Rhön

Das in der Thüringischen Rhön gelegene Stedtlinger Moor ist ein Verlandungsmoor, dessen Entstehung mit einem See begann, der allmählich verlandete. Im Laufe der Zeit wuchsen dann Torfmoose von den Rändern her über die Seefläche und bildeten eine bis zu 30 Zentimeter dicke, schwimmende Schicht. Scheidiges Wollgras, Rundblättriger Sonnentau, Moosbeere und vielfältige Torfmoose sowie Kreuzotter und Feldschwirl sind in diesem wenig bekannten Moor anzutreffen.

Foto: Erich Schnepf, www.rhoenbilder.de
0.24 %

Mümmelkensee auf Usedom

Mümmelkensee auf Usedom

Mecklenburg-Vorpommern, Naturpark Insel Usedom

Der von Wald umgebene Mümmelkensee liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Der Name geht auf die Mummel, die Gelbe Teichrose - plattdeutsch Mümmelken - zurück. Der Mümmelkensee mit einer Torfmächtigkeit von bis zu 15 Metern ist eines der wenigen nicht kultivierten Moore Pommerns, er wurde nie entwässert und nicht zur Torfgewinnung genutzt. Im Gebiet kommen sehr seltene Lebermoose, Wollgräser, Sumpfporst, Blasenbinse sowie Lang- und Rundblättriger Sonnentau vor. Brutvögel im Gebiet sind Eisvogel, Kranich, Graugans und Zwergtaucher.

Foto: Ringdrossel
0.29 %

Moor im Naturpark Erzgebirge / Vogtland

Moor im Naturpark Erzgebirge / Vogtland

Sachsen, Naturpark Erzgebirge / Vogtland

Im Frühjahr und Sommer locken die Moore im Naturpark „Erzgebirge / Vogtland“ unmittelbar an der Grenze zu Tschechien mit dem satten Grün des Latschen- oder Birkenmoorwaldes und den samtweichen und weißen Fruchtständen des Wollgrases. Im Herbst geben die warmen Farben der Sonne, die blühende Besenheide oder graue Nebelschwaden dem Moor einen besonderen Reiz. Wer die sagenumwobene, geheimnisvolle Moorwelt erleben möchte, kann dies unter anderem auf dem Moorlehrpfad „Stengelhaide“ in Marienberg / Kühnhaide.

Foto: BUR Werbung, Annaberg-Buchholz
0.29 %

Jeggauer Moor

Jeggauer Moor

Sachsen-Anhalt, Naturpark Drömling

Der Drömling ist eine in Deutschland einzigartige Niedermoorlandschaft, die bis in das 18. Jahrhundert eine kaum durchdringbare Sumpflandschaft war, in der Bruchwälder vorherrschten. Durch Entwässerung wurde die Natur- in eine Kulturlandschaft umgewandelt. Heute ist die Niederung mit dem Mittellandkanal und den Flüssen Aller und Ohre Rückzugsgebiet für Biber, Fischotter und viele Fledermausarten sowie Schwarzstorch und Seeadler. Das rund 66 Hektar große Jeggauer Moor gehört zum Naturschutzgebiet Ohre-Drömling, welches vollständig im Naturpark Drömling liegt.

Foto: Dr. Olaf von Drachenfels
0.38 %

Moorlandschaft "Oberthaler Bruch"

Moorlandschaft "Oberthaler Bruch"

Saarland, Naturpark Saar-Hunsrück

Moor- und Sumpflandschaften findet man im relativ wasserarmen Saarland selten. Seit 1984 steht das gesamte Feuchtgebiet „Oderthaler Bruch“ mit den malerischen Weihern und Wasserflächen unter Naturschutz. Für Wanderer und Spaziergänger ist das Gebiet gut erschlossen. Bei einem Rundgang kann man sich an den seltenen Pflanzengesellschaften der Braunseggensümpfe, des Borstgraßrasens oder der Spitzblütenbinsenwiese erfreuen oder einige der zahlreichen, anderswo seltenen Amphibienarten beobachten. Nicht weniger als 81 Schmetterlingsarten leben auf dem Gelände, und auch der Vogelfreund kommt bei fast 50 hier lebenden Spezies auf seine Kosten.

Foto: Gemeinde Oberthal
0.14 %

Salemer Moor

Salemer Moor

Schleswig-Holstein, Naturpark Lauenburgische Seen

Umgeben von naturnahen Buchenmischwäldern liegt südöstlich von Ratzeburg das Naturschutzgebiet Salemer Moor. Hochmoorflächen mit dem Ruschensee, urwaldartige Erlen-Weiden-Bruchwälder und wild überwuchertes Grünland flankieren im Osten die Garrenseerinne. Diese vom Schmelzwasser zerfurchte Talrinne mit steilen Moränenhängen verbindet die drei unterschiedlichen Seen Garrensee, Plötschersee und Schwarze Kuhle miteinander. Hier leben und gedeihen Laub- und Moorfrosch, Kreuzotter, Ringelnatter und Waldeidechse sowie unzählige Moor- und Wasserpflanzen wie Wollgras, Hahnenfuß, und Sonnentau.

Foto: Pjakobs
1.62 %