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Bundesumweltministerium und Heinz Sielmann Stiftung laden nachhaltige Filmproduktionen zum Wettbewerb ein

Ab sofort können sich Produktionsfirmen um den „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ bewerben. Das Bundesumweltministerium und die Heinz Sielmann Stiftung schreiben zum ersten Mal den Wettbewerb für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Filmbranche aus. Gesucht werden innovative Produktionen für TV und Kino, die bei Planung und Umsetzung in besonderer Weise Energie und Ressourcen gespart und auf neue nachhaltige Produktionspraktiken gesetzt haben. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2021.

„Der Krimi am Sonntag steht für große Spannung, aber auch für mehr als 100 Tonnen CO2-Ausstoß je Produktion. Das Beispiel zeigt: Die Filmbranche hat ein enormes Potenzial für mehr Klimaschutz und weniger Ressourcenverschwendung. Daher sollen künftig ideenreiche Produzentinnen und Produzenten ausgezeichnet werden, die Filmproduktionen besonders umweltfreundlich gestalten. Wiederverwendbare Kulissen, optimierte Abläufe mit wenig Drehorten, Ökostrom für energieeffiziente LED-Scheinwerfer, Elektrofahrzeuge oder gar keine Autos – wir wollen zeigen, dass nachhaltige Filmproduktionen möglich sind. Mit dem Wettbewerb wollen wir einen Erfahrungsschatz schaffen, um der TV- und Filmbranche den langfristigen Umstieg auf nachhaltige Produktionen zu erleichtern“, so der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold.

Für viele Bereiche der Film- und TV-Produktion gibt es mittlerweile grüne Alternativen, die noch mehr Verbreitung finden sollen. Daher zeichnet der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ Produzentinnen und Produzenten aus, die Nachhaltigkeit in die eingereichte Produktion und darüber hinaus in ihre Unternehmenspraxis integriert haben. Dazu gehört der Einsatz umweltschonender Techniken und erneuerbarer Energien sowie eine Beschaffung, die auf Wiederverwendung von Produkten und Recyclingprodukte setzt. „Die Film- und Fernsehbranche sollte eine zentrale Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit einnehmen. Sie ist in der Lage zukunftsorientierte technologische Innovationen voranzubringen. Das unterstützen wir“, betont Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. 

Ein weiteres Kriterium ist die nachhaltige Ausrichtung der Prozesse, z.B. eine Auswahl von Drehorten, die auf kurze Transportwege setzt. Bewerbungen müssen außerdem übergeordnete Umweltschutzmaßnahmen aufweisen, wie z.B. ein etabliertes Umweltmanagementsystem oder Umweltziele in der Unternehmensstrategie. Darüber hinaus werden mit dem Wettbewerb übergreifende Anstrengungen der Filmbranche unterstützt, die verbindliche ökologische Mindeststandards für Produktionen vorantreiben.

Bewerbungen können bis zum 30. November 2021 eingereicht werden. Der Wettbewerb ist offen für Produzentinnen und Produzenten aus der ganzen Welt sowie für Filmproduktionen aller Genres (z.B. Fernseh-, Kino- oder Dokumentarfilm). Der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ ist mit 20.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium (BMU) und der Heinz Sielmann Stiftung vergeben. Die Vergabe des Filmpreises erfolgt in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und wird von der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V. unterstützt. Die Preisverleihung findet am 10. Februar 2022 im Bundesumweltministerium statt.

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: 

www.eisvogel-filmpreis.de

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