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Herausragende Leoparden-Dokumentation gewinnt den Heinz Sielmann Filmpreis 2026

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Am Samstag, 12. September, wurde im Rahmen des Green Screen Naturfilmfestivals in Eckernförde zum 20. Mal der Heinz Sielmann Filmpreis verliehen. Die Auszeichnung und das Preisgeld von 10.000 Euro erhielt der Dokumentarfilm „Mashatu, Land of Leopards“ von Julien Naar. In faszinierenden Bildern zeigt er das Leben und Schicksal einer Leopardenmutter und ihrer Jungen.

Naars Film begleitet über drei Jahre ein Leopardenweibchen und ihren Nachwuchs in der Wildnis Botswanas. Dank modernster Drohnen- und Kameratechnik war das Filmteam trotz der Größe des 42.000 Hektar großen Mashatu-Wildreservats in der Lage, außergewöhnlich nahe und vertraute sowie spannende, lustige und sehr bewegende Aufnahmen zu machen. Gleichzeitig zeigt der Film, wie die Ressourcen des von der Klimakrise heimgesuchten Lebensraums der Wildkatzen immer knapper werden.

Laudator Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Geschäftsbereichs Sielmanns Naturlandschaften und Naturerlebnis der Heinz Sielmann Stiftung, würdigte die einmaligen und außergewöhnlichen Einblicke, die Filmregisseur Julien Naar und die Kameraleute Wim und Magdel Vorster ihrem Publikum ermöglichen: „Eine fesselnde Tiergeschichte, die das Schicksal einer Raubkatzenfamilie in der südafrikanischen Wildnis begleitet. Der Dokumentarfilm fängt seltene Aufnahmen einer faszinierenden Tierart ein und enthüllt dabei noch nie beobachtete Verhaltensweisen. Dabei fragt man sich als Zuschauer immer wieder, ob es der Leopardenmutter gelingen wird, ihre Jungen vor den vielen Gefahren zu schützen? Werden die Jungen die Kunst des Überlebens meistern? Ich bin mir sicher, Heinz Sielmann wäre ebenfalls von diesem Film begeistert.

„Wilder Mai“ gewinnt Jugendfilmpreis

Ganz im Sinne von Heinz Sielmann erhält auch der filmemachende Nachwuchs Anerkennung: Der mit 1.000 Euro dotierte Heinz Sielmann Jugendfilmpreis ging in diesem Jahr an Louise und Nils Pottier für ihren Film „Wilder Mai“. Dieser erzählt verschiedene Geschichten aus dem Leben Fuchs, Maikäfer und Regenwurm. Entstanden ist der Film am Heimatort der beiden Filmemachenden. Dort, in Feld und Wald, haben sie an vielen Maitagen mit gekonntem Blick für Details ihre Aufnahmen gemacht.

Der zweite Platz ging an Julius Kortlepel und Tristan von Keitz für „Naturwelt voller Wunder“. Ihnen ging es „nicht nur um außergewöhnliche Naturaufnahmen, sondern um den respektvollen Blick auf eine faszinierende und zugleich empfindliche Welt“. So führt ihr Film in mehreren Kapiteln durch unterschiedliche Lebensräume und erzählt von besonderen Begegnungen mit Wildtieren wie jungen Dachsen, Sperlingskäuzen und Wasseramseln.

Den dritten Platz erhielt Felix Grove für seinen Film „Wilde Schlei“. Er porträtierte das „schönste Gewässer bei mir in der Nähe“, wie Grove selbst sagt. Die zum Teil mit Drohnentechnik entstandenen Aufnahmen zeigen besondere Facetten der Schlei: darunter Seeadler, Nebelschwaden und Polarlichter.

 

Hintergrund Heinz Sielmann Filmpreis

Der von der Heinz Sielmann Stiftung vergebene Filmpreis ist seit 2006 fester Bestandteil des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde. Mit dem Preis wird das filmische Lebenswerk Heinz Sielmanns (1917–2006) gewürdigt und im Bewusstsein gehalten. Er wird jährlich an Naturfilme mit besonderer Ausstrahlung verliehen, die den Artenschutz in herausragender Weise thematisieren.

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