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Sanierung abgeschlossen: Neues Ausflugsziel für Natur- und Geschichtsinteressierte

Ansicht Friedhof derer von Hanstein mit Info-Tafel.© Lena Steußloff / Heinz Sielmann Stiftung
Informationstafel "Grenzenloser Lebensraum".© Lena Steußloff / Heinz Sielmann Stiftung

Mit dem Aufstellen von Informationstafeln und Wegweisern beendete die Heinz Sielmann Stiftung ihre Maßnahmen zur Erhaltung der Begräbnisstätte in der Gemeinde Arenshausen. Die Stiftung sichert so regionales Kulturerbe und bewahrt gleichzeitig einen Ort mit schützenswerter Natur.

Grabsteine wieder aufgestellt

Nur wenige Kilometer vom Grünen Band entfernt, liegt der Friedhof derer von Hanstein in Unterstein, unmittelbar am Leine-Werra-Radweg. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg und der Stiftung Naturschutz Thüringen setzte die Heinz Sielmann Stiftung Maßnahmen für den Erhalt des denkmalgeschützten Friedhofes um. Finanzielle Unterstützung erhielt sie dafür durch das LEADER-Programm, eine europäische Förderung zur Weiterentwicklung ländlicher Räume.

So wurden unter anderem umgestürzte Grabsteine und Kreuze aufgerichtet und witterungsbedingte Schäden beseitigt. Zwei neu aufgestellte Wegweiser leiten Besuchende vom Radweg zu den historischen Gräbern. Zusätzlich informieren Tafeln sowohl über das Grüne Band als Lebensraum als auch über die Geschichte des Friedhofs derer von Hanstein.

Erste Beerdigung Anfang des 19. Jahrhunderts

Die Heinz Sielmann Stiftung begann zuerst mit der Sanierung des Obelisken, der sich auf dem Friedhof befindet. Dieser war 1871 von August von Hanstein-Knorr, in Erinnerung an vier im Deutsch-Französischen Krieg gefallene Hansteiner, errichtet worden. Die Ruhestätte selbst bestand bereits seit 1809, errichtet von Maire Carl von Hanstein. Die letzte noch nachzuvollziehende Beisetzung eines Mitgliedes der Adelsfamilie fand 1930 mit der Beerdigung von Elisabeth Freifrau von Hanstein statt.

Bäume halten Totenwache

Neben den denkmalbezogenen Arbeiten erfolgten auch naturschutzdienliche Ausführungen, wie das Nachpflanzen von Sommerlinden entlang der Allee, die zum Friedhof führt. „Das Zusammenspiel von Kulturerbe und dem Schutz der Arten- und Lebensraumvielfalt soll an diesem Ort herausgestellt werden. Dabei repräsentieren auf der einen Seite die historischen Gräber das kulturelle Erbe und auf der anderen Seite haben wir die beeindruckenden alten Eichen und Linden, welche die Gräber umgeben“, erläutert die Flächenmanagerin der Heinz Sielmann Stiftung und Projektverantwortliche Lena Steußloff.

Erholungsstätte mit besonderem kulturellen Wert

„Das Besondere und die Würde dieses Ortes ist zurückgekehrt. Man spürt die Aura dieser beeindruckenden Allee, die Ruhe der Geschichte und die wundervolle Natur – jeder kann für diese gelungene Aufarbeitung nur dankbar sein“, freut sich der ehemalige Haupt- und Ordnungsamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg Martin Heinemann.

Der Friedhof derer von Hanstein soll sich als ein besonderer Erholungsraum, mit historischer Bedeutung, etablieren. Um dieses sicherzustellen, übernimmt die Gemeinde Arenshausen das Mähen der Flächen, um diese offenzuhalten.

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