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Baden-Württembergs Pläne für eine stärkere Artenvielfalt Sielmanns Biotopverbund Ravensburg

Im Landkreis Ravensburg leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Naturschutzes und der Artenvielfalt in Baden-Württemberg. Hier entsteht mit Unterstützung der Landesregierung und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Sielmanns Biotopverbund Bodensee ein weiterer Baustein zur Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds.

Baden-Württemberg hat sich dem Schutz der biolo­gischen Vielfalt verpflich­tet. Im Rahmen des 2017 erlassenen Sonder­programms zur Stärkung der biologischen Vielfalt wurde das Modellprojekt „Sielmanns Biotopverbund Ravensburg“ mit 900.000 € Fördermitteln vom Land auf dem Weg gebracht. Weitere 100.000 € werden von der Heinz Sielmann Stiftung eingebracht. Als Maßnahmen­standorte wurden vier Modell­kommunen ausgewählt: Wangen im Allgäu, Leutkirch im Allgäu, Schlier und Ravensburg. Die Modellprojekte in diesen vier Kommunen sind der Ausgangspunkt für ein langfristiges Engagement der Stiftung im Landkreis Ravensburg.

Erhalten, was uns erhält

Mit Blick auf den noch immer anhaltenden Rückgang der biologischen Vielfalt zielt das Modellprojekt darauf ab, einen praktischen Beitrag zur Realisierung eines landesweiten Biotop­verbunds zu leisten. Neben der Umsetzung praktischer Maßnahmen liegt der Fokus des Vorhabens auf einer Stärkung und Institutio­nalisierung des Themas landes­weiter Biotopverbund in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Die Förderung des gesell­schaftlichen Bewusstseins für biologische Vielfalt und Biotopverbünde ist ein zentrales Anliegen des Projekts.

1 Mio.

Gesamtsumme

4

Modellkommunen

34

Maßnahmen

401 km²

Gesamtfläche

gefördert durch

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Warum ein Biotopverbund?

Biotope sind Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Das können z.B. Streuobst­wiesen, Hecken oder auch Gewässer sein. In der Vergangenheit sind viele solcher Biotope verschwun­den, was ein wichtiger Faktor für den aktuell großräumig festzu­stellenden Artenrückgang ist. Durch das Modellprojekt sollen neue Biotope entstehen und miteinander verbunden werden, sodass Vögel, Insekten oder Amphibien neue Lebens­räume besiedeln und zwischen diesen wieder besser wandern können.

Im Fokus des Projekts stehen Maßnahmen zur Aufwertung und... 

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...Neugestaltung feuchter und mittlerer Standorte gemäß des Fachplans Landesweiter Biotopverbund. Dazu gehören insbesondere:

  • Neuanlage von Kleingewässern vorwiegend für Libellen und Amphibien
  • Neuanlage und Revitalisierung größerer Stillgewässer
  • Renaturierung von Fließgewässern, Aufwertung von Grabenrändern
  • Grünlandextensivierungen (Nasswiesen, Weiden)
  • Streuobstpflege (Erhaltungsschnitt, Neupflanzung)
  • Neuanlage und Pflege von Hecken und Feldgehölzen

 

Die Maßnahmen des Modellprojekts werden bis Ende Juli 2020 in Abstimmung mit Gemeinden, Flächen­eigen­tümern und -nutzern, Landratsamt und weiteren Akteuren umgesetzt. Die verblei­benden Maßnahmen­­vorschläge sollen von den Modellkommunen beispielsweise in Form von Ökokonto­maßnahmen nach Projektende verwirklicht werden.

Langfristig sollen die Biotopverbund­pläne in der Modellregion kontinuierlich weiter­entwickelt werden und weitere Kommunen und Regionen für die Biotop­verbundidee begeistern. Hierzu wird im Landkreis Ravens­burg ein ehrenamt­liches Kuratorium gebildet, dessen Mitglieder sich als Multiplikatoren für eine gute Zusammen­arbeit und Außenwirkung in der Region engagieren.

weniger

Artenvielfalt fördern Worauf es ankommt

„Das Modellprojekt der Heinz Sielmann Stiftung fördert die Arten- und Lebensraum­vielfalt im Landkreis Ravensburg. Biotop­verbund heißt: Es werden Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten verbunden.

Biotopverbund­maßnahmen gleichen Zebrastreifen für Schmetterlinge und Libellen. Das Fachkonzept Landesweiter Biotopverbund zeigt, wo im Land noch Magerrasen angelegt, Hecken gepflanzt oder Tümpel ausgehoben werden sollten. Klar ist, wir haben noch viel zu tun, um mit den Kommunen, den Landwirten oder den Naturschutz­gruppen die Lebensräume in den Regionen des Landes miteinander zu verknüpfen – und damit die Vielfalt unserer Heimat zu erhalten.“ 

Staatssekretär Dr. Andre Baumann
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Korridore für die Artenvielfalt Das Prinzip Biotopverbund

erklärt von Prof. Dr. Peter Berthold, Ornithologe und Buchautor

Entstehung eines Stillgewässers

am Beispiel des Nesselwanger Rieds ©Andreas Hammer / skysolutions

Projektbüro Biotopverbund Ravensburg Kontakt

Heinz Sielmann Stiftung

im Amt für Landwirtschaft 
Winterspürer Straße 25 
78333 Stockach

Telefon: +49 (0)7771 8798-395 oder -377
E-Mail: ravensburg(at)sielmann-stiftung.de 

Ansprechpartner: Julia Brantner, Johanna Dodillet, Anna-Lena Schatz