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Biologische Vielfalt im Nordosten Bayerns fördernSielmanns Biotopverbund Schwandorf

Bayerns Nordosten ist ein wichtiges Bindeglied im Aufbau eines bundes­weiten und auch eines europäischen Biotopverbunds. Mit einem breiten Bündnis der Menschen vor Ort wird hier ein Biotopverbund eingerichtet, der das beste­hende BayernNetzNatur weiter aufwertet. BayernNetzNatur ist der landesweite Biotop­verbund in Bayern in dem durch verschiedene Träger bereits über 400 Projekte umgesetzt wurden. Im Rahmen einer Machbar­keits­studie hat die Heinz Sielmann Stiftung im Landkreis Schwandorf eine konkrete Gebiets­kulisse für Natur­schutz-Maßnahmen identifiziert. Hier wird das Vorhaben mit Modellprojekten starten.

Der Biotopverbund Schwandorf schafft Trittsteine und Ausbreitungs­korridore für bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Dabei werden selbstver­ständlich die regionalen Planungen berücksichtigt. Der Verbund wert­voller Biotope entsteht in Kooperation mit Kommunen, Landnutzern, Naturschützern, weiteren Verbänden und Vertretern der Behörden sowie in Kooperation mit Lidl im Rahmen der Marke „Ein gutes Stück Bayern“.

Vielfältige Landschaft

Die abwechslungsreiche Geologie, aber auch die lange traditionelle Nutzung schufen unter­schied­­lichste Natur­räume und Biotope in der Region. Wander­schäferei prägte die trockenen Magerrasen und Fels­bereiche. Zur Karpfenzucht entstanden weite Teich­land­schaften mit Verlandungs­mooren und Bruchwäldern.  Bewaldete Höhenzüge sind durchzogen von von Hochmooren und blüten­reichen Bergwiesen. Flusstäler und Bäche werden von Feucht­gebieten und Auen begleitet.

Landkreis Schwandorf:

1.465km²

Gesamtfläche

15,7km²

Naturschutzgebiet

2.400

Teiche

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Start mit Modellvorhaben

Im Landkreis Schwandorf wird die Heinz Sielmann Stiftung zunächst mehrere Modellprojekte realisieren. Ziel ist es, beispiel­gebende und öffentlichkeits­wirksame Projekte zum Aufbau von verbin­denden Strukturen umzusetzen. So wird die Biodiversität gefördert und die Kommunen und Bürger werden für das Thema Biotop­verbund sensi­bili­siert und begeistert. Die Planung wird kontinuierlich weiter­entwickelt, so dass der Biotop­verbund schrittweise auf weitere Kommunen und Landkreise ausgeweitet werden kann. Dieser Prozess setzt ein lang­fristiges Engage­ment der Stiftung und ihrer Partner voraus.

Unsere Ziele für den Landkreis Schwandorf

...in Anlehnung an das Arten- und Biotopschutzprogramm und die regionale Biotopverbundplanung in der Oberpfalz:

  • Stärkung des Naabtals als bayern­weite Biotop­verbund­achse für Lebens­räume und Arten von Gewässern und Feucht­gebieten aber auch von Trocken- und Mager­standorten entlang der Hänge
  • Optimierung der Talräume von Pfreimd, Schwarzach, Ascha und Murach als Ost-West-Verbund­achsen mit naturnahen Fließge­wässern und begleitenden Feucht­biotopen, so dass Arten aus den tschechischen Lebensräumen (Lieferbiotope) wieder zuwandern können
  • Ökologische Aufwertung der intensiv landwirt­schaftlich genutzten Gebiete des Ober­pfälzischen Hügel­landes und des Vorderen Oberpfälzer Waldes: Anlage von Vernetzungs- und Kleinstrukturen zur Optimierung der Acker­flächen für charak­teris­tische Arten der Feldfluren und zur Entschärfung ihrer Barriere­wirkung für andere Artengruppen wie Amphibien, Reptilien und Insekten
  • Erhalt und Wiederher­stellung von Extensiv­wiesen, die im Landkreis ein absolutes Mangelbiotop sind

Maßnahmen, die verbinden

Zum Ausbau des Biotopverbundes werden Maßnahmen umgesetzt, die Flächen natur­schutz­fachlich aufwerten. Um die nachhaltige Wirkung zu garan­tieren, erfolgt die Umsetzung nur auf langfristig bereit­gestellten Flächen und durch die Verein­barung eines dauer­haften Pflege­­konzepts für die entstan­denen Biotope. Mögliche Maß­nahmen hängen stark von Standort und Fläche ab, aber generell werden insbe­sondere die folgenden Maß­nahmen für den Landkreis als wertvoll erachtet:

  • Neuanlage von periodischen Klein­gewässern und Seigen (Flutmulden)
  • Renaturierung von Fließgewässern und Gräben
  • Entwicklung von Extensivgrünland
  • Anlage und Pflege von Hecken und Feldgehölzen
  • Entwicklung von Saumbereichen
  • Anlage und Pflege von Streuobstwiesen
  • Entwicklung von dauerhaften Brachen
  • Anlage von Lesesteinhaufen und -riegeln
weniger

Korridore für die ArtenvielfaltDas Prinzip Biotopverbund

erklärt von Prof. Dr. Peter Berthold, Ornithologe und Buchautor

Entstehung eines Stillgewässers

am Beispiel des Nesselwanger Rieds ©Andreas Hammer / skysolutions
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16.03.2020 | Das Natur-Erlebniszentrum Wanninchen und alle weiteren Besucherzentren der Heinz Sielmann Stiftung sind bis einschließlich 30. April 2020 geschlossen.…
26.08.2019 | Im Landkreis Schwandorf soll mit einem breiten Bündnis der Menschen vor Ort ein Biotopverbund eingerichtet werden. Am 22. August 2019 stellte die…

Projektbüro SchwandorfKontakt

Heinz Sielmann Stiftung
Bahnhofstr. 15
92421 Schwandorf

Telefon: 09431 9906 664
Telefax: 09431 9906 665
Mobil: 0151 1134 9015

Ansprechpartner

Dr. Anna Sperber (Projektleitung)
in Elternzeit bis 30.09.2021

Bernhard Gohlke (Elternzeitvertetung)
bernhard.gohlke(at)sielmann-stiftung.de