Die feuchten Offenlandbereiche sowie die angrenzenden Wälder und Teiche schaffen vielfältige Lebensraumstrukturen für den Kammmolch, Laub- und Moorfrosch, die Knoblauchkröte, den Fischotter, die Große, Zierliche und Östliche Moosjungfer, den Großen Feuerfalter und weitere bedeutende Arten. Durch die nun vorgenommene Vertiefung feuchter Senken entstand ein neues Kleingewässer, das Amphibien und anderen Wasserlebewesen einen sicheren Rückzugsort bietet. Eine neu angelegte überströmbare Grabenschwelle hält mehr Wasser im Gebiet. Das Besondere an diesem neuen Kleingewässer: Es liegt im Winterhabitat der Amphibien und soll ihnen einen Laichplatz bieten, für den die nahe gelegene Straße nicht überquert werden muss.
Das Bornsdorfer Teichgebiet sowie die umliegenden Offenlandbereiche und Wälder sind durch die jahrzehntelange Nutzung stark geprägt. Der Abbau von Ton, Braunkohle, Torf und Raseneisenstein sowie die Fischzucht beeinflussten vom 19. bis ins 21. Jahrhundert das Landschaftsbild, den Grundwasserspiegel und damit die Tier- und Pflanzenwelt in diesem Gebiet. Mit dem Kauf der Flächen durch die Heinz Sielmann Stiftung gehört diese intensive Nutzung der Flächen endgültig der Vergangenheit an. Natur- und Artenschutz haben seitdem oberste Priorität.
Die Umsetzung des Artenschutzprojekts erfolgt in enger Abstimmung zwischen Heinz Sielmann Stiftung, dem Naturpark Niederlausitzer Landrücken und der Stiftung Naturschutzfond Brandenburg. Letztere fördert unter der Projektbezeichnung FROG im Zeitraum 2025 bis 2030 gezielte Maßnahmen zum Schutz der Amphibien und zum Erhalt ihrer Lebensräume. In Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen profitieren dadurch Erdkröte, Teichfrosch sowie die bedrohten Arten Kammmolch, Moor- und Laubfrosch.

