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Wasser marsch! – Löschwasserbecken und Wildtiertränke fertiggestellt

Neuer Löschteich in der Döberitzer Heide.© Peter Nitschke/Heinz Sielmann Stiftung
Luftaufnahme des neuen Löschteichs.© Tim Funkenberg/Heinz Sielmann Stiftung

Im Juni konnte das Team in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide einen sanierten Löschwasserteich in Betrieb nehmen. Dafür wurde ein alter Feuerlöschteich instandgesetzt und durch eine Wildtiertränke ergänzt.

Die Feuerwehr Dallgow-Döberitz befüllte beide Becken erstmals mit tatkräftiger Unterstützung des Familienbetriebs Querhammer. „Wir sind für die gute Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten sehr dankbar,“ bekräftigt Peter Nitschke, Gebietsbetreuer von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.

Rutschfeste Folie ermöglicht sicheren Ausstieg für Wildtiere

Damit der Feuerwehr im Brandfall stets Löschwasser zur Verfügung steht, wird das große Becken fortan kontrolliert und bei Bedarf aufgefüllt. Über eine Verbindung fließt das Wasser vom Löschwasserbecken in die 50 Zentimeter tiefe Wildtiertränke. Die etwa drei Quadratmeter große Wasserstelle wurde mit einer dicken, strapazierfähigen Folie ausgelegt. Die Folienstruktur und zusätzliche Ausstiegshilfen am flachen Rand der Tränke ermöglichen kleinen und großen Wildtieren einen rutschfesten Zugang zum Wasser. Ähnliches gilt für den Löschwasserteich.

Zwar verhindert eine Umzäunung den Zugang größerer Zwei- und Vierbeiner. Für kleinere Wildtiere stellen die groben Maschen allerdings kein Hindernis dar. Deshalb entschied sich das Projekt-Team für eine Strukturfolie als Ausstiegshilfe im Randbereich des Beckens. Die Sanierung des alten Löschwasserbeckens sowie der Bau der freizugänglichen Tränke wurden über ein Spendenprojekt der Heinz Sielmann Stiftung finanziert.

Wichtige Wasserstelle in Trockenperioden

In den sehr trockenen Naturlandschaften Brandenburgs können sich Wildtiere mitunter nicht mit ausreichend Wasser versorgen. Aus diesem Grund hat die Heinz Sielmann Stiftung bereits vor Jahren mit der Schaffung zusätzlicher Wasserstellen begonnen. Sie ziehen viele Tierarten an und unterstützen somit ein vielfältiges Ökosystem. Besonders in heißen und trockenen Perioden spendet die Tränke Säugetieren, Vögeln und Insekten die lebensnotwendige Ressource.

Der Wasserbedarf von Wildtieren wird häufig unterschätzt. Dabei benötigen besonders die großen Pflanzenfresser viel Wasser. Przewalski-Pferde trinken 20 bis 30 Liter pro Tag, Wisente sogar bis zu 40 Liter. Auch die kleineren Vertreter unserer wilden Nachbarschaft brauchen täglich Wasser. Das Wildschwein braucht bis zu sechs Liter Wasser und selbst der Wiedehopf nimmt 20 bis 40 Milliliter Wasser zu sich.

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