Dank des Einsatzes von 32 Helferinnen und Helfern wurden am Stallauer Weiher dieses Jahr auf ihrer Hin- und Rückwanderung insgesamt 7.780 Erdkröten, 261 Grasfrösche und vier Bergmolche über die Bundesstraße getragen. Dadurch konnten die Tiere ihr Laichgewässer und anschließend ihre Sommerlebensräume rund um den Blomberg sicher erreichen.
Regionale Kooperation sichert Schutzaktion
Die bewährte Amphibiensammelaktion am Stallauer Weiher wird seit vielen Jahren von der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen des BUND Naturschutz organisiert und fand heuer vom 10. März bis 23. April statt. Die Finanzierung übernahmen in diesem Jahr die Heinz Sielmann Stiftung und die Margarete-Ammon-Stiftung.
„Die staatlichen Fördermittel für den Amphibienschutz wurden in den vergangenen Jahren stark gedeckelt“, sagt Monika Schotte von der BN-Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen.„Durch die Unterstützung der beiden Stiftungen konnten wir die Sammlung am Stallauer Weiher dennoch sicherstellen. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Hauptwanderung an Ostern
Nach einem frühen Saisonstart sorgten Frost und Trockenheit zunächst für eine längere Pause. Erst mit dem Wärmeeinbruch und den Regenfällen an Ostern setzte die Hauptwanderung ein. Rund 61 Prozent aller zum Weiher ziehenden Tiere wurden an nur zwei Tagen registriert.
„In dieser kurzen Zeit mussten tausende Tiere über die Straße gebracht werden“, berichtet Schotte. „Dass das gelungen ist, verdanken wir dem großen Engagement unserer Ehrenamtlichen, die bei jedem Wetter und teilweise bis nach Mitternacht im Einsatz waren.“ Insgesamt leisteten die Helferinnen und Helfer rund 195 Einsatzstunden.
Bewährten Amphibienschutz sicherstellen
Die seit 1992 durchgeführte Sammelaktion am Stallauer Weiher schützt Jahr für Jahr tausende Erdkröten auf ihrer Wanderung und ist damit ein wichtiger Baustein des regionalen Artenschutzes. „Daher stand für uns schnell fest, dass wir diese unverzichtbare Maßnahme unterstützen wollen“, erklärt Carl-Christian Wippermann, Leiter der Sielmanns Biotopverbünde Südbayern.
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