In 55 ausführlichen Artporträts sowie ergänzenden Beschreibungen weiterer Arten werden Verbreitung, Lebensräume und Nahrungspflanzen von 63 europäischen Hummelarten dokumentiert – von der weit verbreiteten Gartenhummel bis hin zur Polarhummel, die ausschließlich in der Tundra Skandinaviens vorkommt.
Dr. Hannes Petrischak ist Leiter des Geschäftsbereichs Sielmanns Naturlandschaften & Naturerlebnis bei der Heinz Sielmann Stiftung. Der promovierte Biologe beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Wildbienen und insbesondere mit Hummeln – einem Thema, das ihn nicht nur wissenschaftlich, sondern auch fotografisch fesselt. Seine Fachkenntnis ist dabei untrennbar mit seiner täglichen Arbeit bei der Stiftung verbunden. Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg mit ihren großen Heideflächen und anderen wertvolllen Offenlandstrukturen beheimaten eine enorme Vielfalt an Wildbienenarten. Zahlreiche der Fotografien und Beobachtungen, die den Hummelführer so anschaulich machen, entstanden beispielsweise in Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer Heide, Kyritz-Ruppiner Heide oder Wanninchen. Die Schutzgebiete der Stiftung dienen damit nicht nur dem praktischen Naturschutz, sondern auch als Freilandlabor und Bildquelle für eine breit zugängliche Naturvermittlung.
Hummeln zählen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten Europas. Anders als Honigbienen sind sie auch bei niedrigen Temperaturen aktiv und unverzichtbar für die Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Gleichzeitig sind viele Hummelarten bedroht: Veränderte Landnutzung, der Verlust blütenreicher Lebensräume und der Klimawandel setzen den Tieren stark zu. Der neue Hummelführer leistet daher einen doppelten Beitrag – er hilft Naturbegeisterten, Hummeln sicher zu bestimmen, und schärft zugleich das Bewusstsein für ihren Schutz.
Der Kosmos-Hummelführer ist seit dem 16. Februar 2026 im deutschen Buchhandel erhältlich (Taschenbuch, 240 Seiten, ISBN 978-3-440-18180-5, Preis: 42 Euro).
