Heinz Sielmann Stiftung – Pressemeldungen https://www.sielmann-stiftung.de Aktuelle Pressemitteilungen der Heinz Sielmann Stiftung de_DE Heinz Sielmann Stiftung Sun, 24 Oct 2021 02:55:14 +0200 Sun, 24 Oct 2021 02:55:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-1126 Wed, 20 Oct 2021 10:01:00 +0200 Digitale Wissenshappen für Naturinteressierte https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/digitale-wissenshappen-fuer-naturfreunde/ Im November bietet die Heinz Sielmann Stiftung wieder spannende digitale Formate rund um Naturthemen an. Anmeldungen sind ab sofort online möglich.  

Wir laden ein zum Karneval der Tiere

Als Alternative zu Präsenzveranstaltungen hat die Stiftung des berühmten Naturfilmers Heinz Sielmann für die kalte Jahreszeit ein umfangreiches Online-Programm zusammengestellt. Fachleute nehmen die Teilnehmenden mit zu Feldhasen, auf einen Streifzug zu den Wölfen, besuchen den Karneval der Tiere und blicken auf über 15 Jahre erfolgreichen Naturschutz im Biotopverbund Bodensee zurück. „Die Tage werden kürzer und wir laden Sie ein, sich heimische Natur in ihr Wohnzimmer zu holen. Mit unserer digitalen Veranstaltungsreihe kommen spannende Naturthemen zu Ihnen nach Hause.“, erklärt Nora Künkler, Pressesprecherin der Heinz Sielmann Stiftung.

Die Online-Formate beginnen immer um 18 Uhr und dauern zwischen 30 und 45 Minuten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das gesamte Programm und Anmeldeinformationen finden Interessierte unter www.sielmann-stiftung.de/veranstaltungen

 

Vorschau auf Veranstaltungen im November

Live-Stream: Heinz Sielmann Ehrenpreisverleihung

Donnerstag, 04. November 2021 | 19:00 – 20:15 Uhr

Zur Anmeldung

 

Einblicke in das Feldhasen-Monitoring

Dienstag, 09. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Karneval der Tier- und Pflanzenwelt: Von Mimikry und anderen Verkleidungskünstlern

Donnerstag, 11. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Biodiversität am Heinz Sielmann-Weiher in Billafingen: Wie hat sich das Biotop nach 15 Jahren entwickelt?

Dienstag, 16. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Tier des Monats: Der Wolf - Ein Kosmopolit kehrt nach Hause zurück

Donnerstag, 18. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Die Heinz Sielmann Stiftung: Antrieb, Ziele und Herausforderungen unserer täglichen Arbeit

Dienstag, 23. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Talk mit Dirk Steffens: Ohne Artenvielfalt gibt es keine Zukunft

Donnerstag, 25. November 2021 | 18:00 – 18:45 Uhr

Zur Anmeldung

 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung

Tobias Götze

Telefon 05527 91 44 16

E-Mail tobias.goetze(at)sielmann-stiftung.de

 

 

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HSS News Über uns
news-1151 Tue, 19 Oct 2021 10:25:16 +0200 Sensation am Weiher: Vom Aussterben bedrohter Schmetterling im Biotopverbund nachgewiesen https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/sensation-am-weiher/ Fachleute haben im Ruhestetter Ried den Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling entdeckt. Die Schmetterlingsart steht in Baden-Württemberg auf der Roten Liste. Das Besondere: Der Weiher wurde erst vor einem Jahr im Biotopverbund der Bodenseeregion angelegt. Die Natur erobert den neuen Lebensraum schnell. Neue Biotope gegen das Insektensterben

Im Mai 2020 wurde der 7.000 Quadratmeter große Weiher, der nach dem Naturfilmer Heinz Sielmann benannt ist, fertiggestellt. Das Stillgewässer bietet mit seinen unterschiedlichen Strukturen wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Arten, denn ein größeres Gewässer fehlt bisher im Naturschutzgebiet Ruhestetter Ried. Es entstanden Inseln, tiefe Wasserzonen, aber auch flache Uferbereiche, Hecken und Gehölzstreifen, trockene Hänge und feuchtes Grünland. In diesem vielfältigen Mosaik verschiedener Lebensräume gelang nun der Fund des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Gefunden hat ihn der Schmetterlingskenner Pit Fischer, der die Artengruppe ehrenamtlich in der Region kartiert.

Ein anspruchsvoller Schmetterling

Der Lebenszyklus des Ameisenbläulings ist kompliziert und damit auch anfällig gegen Veränderungen, etwa durch eine intensivere Nutzung der Wiesen oder den Klimawandel. Der Schmetterling legt seine Eier ausschließlich an den Pflanzen des Großen Wiesenknopfs ab. Die Pflanze des Jahres 2021 kommt nur auf behutsam genutzten feuchten Wiesen vor. Die Raupen des Schmetterlings werden im Herbst von Ameisen in deren Nester getragen. Dort ernährt sie sich räuberisch von Ameisenlarven und überwintert. In einem Ameisennest kann nur eine Schmetterlingsraupe leben. Im Frühjahr schlüpft aus der Puppe ein ausgewachsener Schmetterling.

Kleine Libelle erstmals im Landkreis Sigmaringen gefunden

Der Bläuling war aber nicht die einzige Überraschung im Ruhestetter Ried. Dem Fachmann Manuel Fiebrich vom Büro 365° freiraum + umwelt aus Überlingen flatterte außerdem die Gabel-Azurjungfer ins Netz. Es ist der erste Nachweis dieser Art im Landkreis Sigmaringen. Die Kleinlibelle kommt ursprünglich im Mittelmeerraum vor. Sie profitiert vom Klimawandel und dehnt ihre Verbreitung nach Norden aus. Die Heinz Sielmann Stiftung hatte das Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt, um den Erfolg des Weiherbaus bewerten zu können. Darüber hinaus konnten noch 29 weitere Libellenarten am Weiher nachgewiesen werden, darunter auch die auf der Roten Liste Baden Württembergs als stark gefährdet eingestufte Kleine Binsenjungfer. Die Entdeckung der Insektenarten zeigt, wie wichtig eine strukturreiche Landschaft und die Verbindung von Lebensräumen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist. „Mit unseren Maßnahmen zur Aufwertung des Biotopverbunds haben wir ein wirksames Werkzeug gegen den Verlust vieler Arten in der Hand. Die Ergebnisse unseres Monitorings bestätigen, dass wir mit dem Anlegen von neuen Lebensräumen den richtigen Weg gehen“, resümiert Projektleiterin Julia Brantner.

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news-1136 Wed, 06 Oct 2021 00:00:00 +0200 15. Todestag von Heinz Sielmann - Erinnerungen an einen Pionier des Naturfilms https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/15-todestag-von-heinz-sielmann-erinnerungen-an-einen-pionier-des-naturfilms/ Prof. Heinz Sielmann war ein leidenschaftlicher Naturliebhaber und begriff Naturschutz als Lebensphilosophie. Er verstarb vor 15 Jahren am 6. Oktober 2006 im Alter von 89 Jahren in München. Sielmann hat die Natur in die Wohnzimmer gebracht

Heinz Sielmanns spannende Tierdokus waren weit über die Grenzen Deutschlands bekannt und wurden in 25 Sprachen synchronisiert. Seine legendären Kinofilme machten den Tierfilmer berühmt. Er wurde als Kameramann, Regisseur, Produzent und Autor dutzendfach ausgezeichnet. Frühzeitig hatte er die Bedeutung des Fernsehens für die Belange der Natur erkannt. In der erfolgreichen Serie „Expeditionen ins Tierreich“ vermittelte Sielmann ab Mitte der Sechziger Jahre über 25 Jahre lang Wissenswertes über Tiere und ihre Lebensräume. Ein Millionenpublikum schaute ihm dabei zu. Unterhaltsam und spannend erzählte er Naturgeschichten und schrieb damit Fernsehgeschichte.

In seinem letzten Lebensjahr wurde er von Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2005 mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Heinz Sielmann beherrscht eine seltene Kunst: Er schafft es, Menschen in den Bann der Natur zu ziehen und deren Schutz zu ihrem Anliegen zu machen. Seine Tierfilme sind lehrreich, aber nie belehrend - sie sind Werbefilme im besten Sinne für Tiere und Pflanzen. Heinz Sielmann hat die Natur in die Wohnzimmer gebracht." Mit diesen Worten würdigte Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, der damalige Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und heutiger Stiftungsratsvorsitzender das Schaffen von Prof. Heinz Sielmann.

Heinz Sielmann wurde im Laufe seines langen Schaffens nachdenklicher. Er war erschüttert, wenn er nach Jahrzehnten an Drehorte zurückkehrte. Seine Worte klingen heute so aktuell wie damals:

„In 50 Jahren, seitdem ich mit der Kamera auf der Pirsch bin, hat sich der Zustand unserer Natur katastrophal verändert. Wir Menschen haben Mutter Natur bereits derart zugesetzt, dass sie angefangen hat uns zu bestrafen […].“

Auf Gut Herbigshagen nahe dem niedersächsischen Duderstadt erinnert heute eine Kapelle an den legendären Naturschützer und seine Frau.

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news-1139 Mon, 04 Oct 2021 08:00:00 +0200 Bundesumweltministerium und Heinz Sielmann Stiftung laden nachhaltige Filmproduktionen zum Wettbewerb ein https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/bundesumweltministerium-und-heinz-sielmann-stiftung-laden-nachhaltige-filmproduktionen-zum-wettbewerb-ein/ Ab sofort können sich Produktionsfirmen um den „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ bewerben. Das Bundesumweltministerium und die Heinz Sielmann Stiftung schreiben zum ersten Mal den Wettbewerb für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Filmbranche aus. Gesucht werden innovative Produktionen für TV und Kino, die bei Planung und Umsetzung in besonderer Weise Energie und Ressourcen gespart und auf neue nachhaltige Produktionspraktiken gesetzt haben. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2021. „Der Krimi am Sonntag steht für große Spannung, aber auch für mehr als 100 Tonnen CO2-Ausstoß je Produktion. Das Beispiel zeigt: Die Filmbranche hat ein enormes Potenzial für mehr Klimaschutz und weniger Ressourcenverschwendung. Daher sollen künftig ideenreiche Produzentinnen und Produzenten ausgezeichnet werden, die Filmproduktionen besonders umweltfreundlich gestalten. Wiederverwendbare Kulissen, optimierte Abläufe mit wenig Drehorten, Ökostrom für energieeffiziente LED-Scheinwerfer, Elektrofahrzeuge oder gar keine Autos – wir wollen zeigen, dass nachhaltige Filmproduktionen möglich sind. Mit dem Wettbewerb wollen wir einen Erfahrungsschatz schaffen, um der TV- und Filmbranche den langfristigen Umstieg auf nachhaltige Produktionen zu erleichtern“, so der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold.

Für viele Bereiche der Film- und TV-Produktion gibt es mittlerweile grüne Alternativen, die noch mehr Verbreitung finden sollen. Daher zeichnet der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ Produzentinnen und Produzenten aus, die Nachhaltigkeit in die eingereichte Produktion und darüber hinaus in ihre Unternehmenspraxis integriert haben. Dazu gehört der Einsatz umweltschonender Techniken und erneuerbarer Energien sowie eine Beschaffung, die auf Wiederverwendung von Produkten und Recyclingprodukte setzt. „Die Film- und Fernsehbranche sollte eine zentrale Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit einnehmen. Sie ist in der Lage zukunftsorientierte technologische Innovationen voranzubringen. Das unterstützen wir“, betont Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. 

Ein weiteres Kriterium ist die nachhaltige Ausrichtung der Prozesse, z.B. eine Auswahl von Drehorten, die auf kurze Transportwege setzt. Bewerbungen müssen außerdem übergeordnete Umweltschutzmaßnahmen aufweisen, wie z.B. ein etabliertes Umweltmanagementsystem oder Umweltziele in der Unternehmensstrategie. Darüber hinaus werden mit dem Wettbewerb übergreifende Anstrengungen der Filmbranche unterstützt, die verbindliche ökologische Mindeststandards für Produktionen vorantreiben.

Bewerbungen können bis zum 30. November 2021 eingereicht werden. Der Wettbewerb ist offen für Produzentinnen und Produzenten aus der ganzen Welt sowie für Filmproduktionen aller Genres (z.B. Fernseh-, Kino- oder Dokumentarfilm). Der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ ist mit 20.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium (BMU) und der Heinz Sielmann Stiftung vergeben. Die Vergabe des Filmpreises erfolgt in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und wird von der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V. unterstützt. Die Preisverleihung findet am 10. Februar 2022 im Bundesumweltministerium statt.

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: 

www.eisvogel-filmpreis.de

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news-1138 Fri, 01 Oct 2021 13:40:44 +0200 Preiswürdig: Bundesumweltministerium und Heinz-Sielmann-Stiftung laden nachhaltige Filmproduktionen zum Wettbewerb ein https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/preiswuerdig-bundesumweltministerium-und-heinz-sielmann-stiftung-laden-nachhaltige-filmproduktionen-zum-wettbewerb-ein/ Ab sofort können sich Produktionsfirmen um den „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ bewerben. Das Bundesumweltministerium und die Heinz Sielmann Stiftung schreiben zum ersten Mal den Wettbewerb für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Filmbranche aus. Gesucht werden innovative Produktionen für TV und Kino, die bei Planung und Umsetzung in besonderer Weise Energie und Ressourcen gespart und auf neue nachhaltige Produktionspraktiken gesetzt haben. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2021. „Der Krimi am Sonntag steht für große Spannung, aber auch für mehr als 100 Tonnen CO2-Ausstoß je Produktion. Das Beispiel zeigt: Die Filmbranche hat ein enormes Potenzial für mehr Klimaschutz und weniger Ressourcenverschwendung. Daher sollen künftig ideenreiche Produzentinnen und Produzenten ausgezeichnet werden, die Filmproduktionen besonders umweltfreundlich gestalten. Wiederverwendbare Kulissen, optimierte Abläufe mit wenig Drehorten, Ökostrom für energieeffiziente LED-Scheinwerfer, Elektrofahrzeuge oder gar keine Autos – wir wollen zeigen, dass nachhaltige Filmproduktionen möglich sind. Mit dem Wettbewerb wollen wir einen Erfahrungsschatz schaffen, um der TV- und Filmbranche den langfristigen Umstieg auf nachhaltige Produktionen zu erleichtern“, so der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold.

Für viele Bereiche der Film- und TV-Produktion gibt es mittlerweile grüne Alternativen, die noch mehr Verbreitung finden sollen. Daher zeichnet der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ Produzentinnen und Produzenten aus, die Nachhaltigkeit in die eingereichte Produktion und darüber hinaus in ihre Unternehmenspraxis integriert haben. Dazu gehört der Einsatz umweltschonender Techniken und erneuerbarer Energien sowie eine Beschaffung, die auf Wiederverwendung von Produkten und Recyclingprodukte setzt.

„Die Film- und Fernsehbranche sollte eine zentrale Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit einnehmen. Sie ist in der Lage zukunftsorientierte technologische Innovationen voranzubringen. Das unterstützen wir“, betont Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung.

Ein weiteres Kriterium ist die nachhaltige Ausrichtung der Prozesse, z.B. eine Auswahl von Drehorten, die auf kurze Transportwege setzt. Bewerbungen müssen außerdem übergeordnete Umweltschutzmaßnahmen aufweisen, wie z.B. ein etabliertes Umweltmanagementsystem oder Umweltziele in der Unternehmensstrategie. Darüber hinaus werden mit dem Wettbewerb übergreifende Anstrengungen der Filmbranche unterstützt, die verbindliche ökologische Mindeststandards für Produktionen vorantreiben.

Bewerbungen können bis zum 30. November 2021 eingereicht werden. Der Wettbewerb ist offen für Produzentinnen und Produzenten aus der ganzen Welt sowie für Filmproduktionen aller Genres (z.B. Fernseh-, Kino- oder Dokumentarfilm). Der „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ ist mit 20.000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium (BMU) und der Heinz Sielmann Stiftung vergeben. Die Vergabe des Filmpreises erfolgt in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und wird von der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V. unterstützt. Die Preisverleihung findet am 10. Februar 2022 im Bundesumweltministerium statt.

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:

www.eisvogel-filmpreis.de

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news-1135 Mon, 27 Sep 2021 13:27:50 +0200 Heinz Sielmann Filmpreis für Dokumentation über das Vogelsterben https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/heinz-sielmann-filmpreis-2021/ Beim diesjährigen Internationalen Naturfilmfestival GREEN SCREEN in Eckernförde wurde der Dokumentarfilm „Stilles Land - Vom Verschwinden der Vögel“ von dem Regisseur Heiko De Groot mit dem Heinz Sielmann Filmpreis 2021 geehrt. Michael Beier, Jurymitglied und Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, überreichte die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel seit den 1980er Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Das ist ein deutliches Zeichen, irgendetwas läuft schief. Der Gewinnerfilm zeigt, warum die Vögel verschwinden und welche Folgen das für uns Menschen haben könnte. Nicht zuletzt kann sogar unsere Nahrungsmittelsicherheit von ihnen abhängen.

Der Heinz Sielmann Filmpreis zeichnet im Rahmen des Greenscreen Naturfilmfestivals den Film aus, der am eindrucksvollsten die Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur darstellt und dabei die Themen Artenvielfalt und Artenschutz in den Vordergrund rückt. Der Film "Stilles Land" verdeutlicht komplexe ökologische Zusammenhänge und sendibilisiert die Zuschauer für das Thema Natur und den Umgang mit ihr. Der Filmpreis dient als Anerkennung und Ansporn zum Erhalt wertvoller Lebensräume.

 

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news-1134 Wed, 22 Sep 2021 07:58:40 +0200 Sensationeller Pilzfund: Nach 170 Jahren Punktierte Porenscheibe wiederentdeckt https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/sensationeller-pilzfund-nach-170-jahren-punktierte-porenscheibe/ Fachleute haben in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide unweit der Berliner Stadtgrenze auf der Hinterlassenschaft eines Przewalskipferds eine lange verschollene Schlauchpilzart gefunden. Es handelt sich dabei um die Punktierte Porenscheibe (Poronia punctata). Zuletzt wurde der Pilz 1843, also vor mehr als 170 Jahren in Brandenburg gefunden. „Für uns ist das ein toller Fund! Er belegt einmal mehr den immensen Nutzen des Großsäugerprojekts der Heinz Sielmann Stiftung für die Artenvielfalt. Als wir 2004 das Projekt gestartet haben, hatten wir uns diesen Effekt erhofft: Wisent und Wildpferd schaffen die Lebensgrundlagen für viele andere Arten und lassen sogar fast verschwundene Arten wieder aufleben“, freut sich Jörg Fürstenow, der als Experte für Pilze, Moose und Flechten seit mehreren Jahrzehnten das Gelände der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide nach seltenen Arten durchforstet.
Auch auf Dung von Wisent und Sorraia-Pferd konnte der Pilz in der Döberitzer Heide nachgewiesen werden. Die Universität Göttingen hat die korrekte Bestimmung des außergewöhnlichen Funds bestätigt.

Verbreitung der Punktierten Porenscheibe

Poronia punctata wird in Deutschland auf der Roten Liste als vom Aussterben bedrohte Art geführt. Anfang des 19. Jahrhunderts war der Pilz noch in ganz Deutschland und Europa, aber auch in Zentralasien, Mittelamerika, Indien und Australien verbreitet. Heute wird er zumindest in Mitteleuropa nur noch sehr selten gefunden. In einigen Ländern ist er bereits ausgestorben, wie ein europaweites Monitoring-Projekt zeigt.

Warum ist er verschwunden?

Der Pilz siedelt auf Dung vor allem von Pferden, Eseln, Rindern und Kaninchen, die auf mageren Böden oder auch im lichten Wald weiden. Magere Wiesen oder halboffene Waldbereiche mit dünner Bodenvegetation, bewohnt von großen Pflanzenfressern, sind der passende Lebensraum für die Punktierte Porenscheibe und der mit ihr zusammenhängenden Arten. Die Pferde und Wisente hinterlassen große Dunghaufen. Zahlreiche Arten von Fliegen, Dungkäfern und eben auch Pilzen verarbeiten den Dung und leben davon. Doch solche Bedingungen sind außerhalb besonderer Schutzgebiete sehr selten geworden. Pferde- und Rinderweiden sind gedüngt und von starkwüchsigen Grassorten und Pflanzen bewachsen. Da hat die Punktierte Porenscheibe keine Chance. Sie gehört zu den ersten Arten, die bei Düngung, insbesondere mit Kunstdünger oder Jauche, verschwindet. Zudem werden Pferde und Rinder heute mit nährstoffreichem Kraftfutter gefüttert und mit Medikamenten wie Antibiotika und Mitteln gegen Parasiten behandelt. Die daraus folgende veränderte Zusammensetzung des Dungs und der sie bewohnenden Insekten bieten dem seltenen Schlauchpilz keine Lebensgrundlage.

Begleitarten

Insekten, die vom Dung leben und die Sporen der Punktierten Porenscheibe verteilen, sind zum Beispiel der Behaarte Kurzflügler (Emus hirtus), ein Käfer, der Dung bewohnende Fliegen und Käfer sowie ihre Larven frisst, und die Hornissen-Raubfliege (Asilus crabroniformis), die ebenfalls Insekten auf Dung jagt. Beide leben vom unbelasteten Dung und würden ohne solches Substrat aussterben. Beide Arten gehören zu den stark gefährdeten Insekten. In der Döberitzer Heide konnten Jörg Fürstenow und seine Kollegen sie bereits nachweisen. Hier stimmen die Bedingungen für Poronia punctata und seine Begleitarten.

Großsäugerprojekt Döberitzer Heide

Zu verdanken ist das Vorkommen dieser fast ausgestorbenen Insekten und des Pilzes der extensiven Beweidung der Kernzone durch Wisente und Przewalskipferde. Die großen Pflanzenfresser leben seit zwölf Jahren weitgehend ohne menschlichen Einfluss auf der 1860 Hektar großen Fläche. Teils lichter Wald, teils Offenland mit magerem Bewuchs bieten ihnen ideale Bedingungen, die sie durch ihr Fressverhalten und ihre Lebensweise selbst erhalten. Heute leben hier etwa 100 Wisente, 25 Przewalskipferde und etwa 100 Stück Rotwild.

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SNL Döberitzer Heide
news-1130 Mon, 06 Sep 2021 12:00:00 +0200 Gottesanbeterin in Brandenburg gesichtet? Bitte melden! https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/gottesanbeterin-in-brandenburg-gesichtet-bitte-melden/ Die große Fangschrecke faltet ihre Fangarme, als ob sie beten wollte. So kam die Gottesanbeterin zu ihrem Namen. Seit gut zwanzig Jahren ist die ursprünglich aus Afrika nach Europa eingewanderte Mantis religiosa auch in Berlin und Brandenburg zu finden. In Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ist sie 2015 zum ersten Mal gesichtet worden. Seitdem rufen wir naturinteressierte Menschen jedes Jahr dazu auf, ihre Gottesanbeterinnen-Funde zu melden. „Im August und September sind die markanten Fangschrecken ausgewachsen und am besten zu sehen. Mit ihrem dreieckigen Kopf, den gefalteten Fangarmen und ihrer Größe von bis zu 7,5 Zentimeter Länge sind sie unverwechselbar und deshalb auch für Laien gut zu erkennen. Die erwachsenen Tiere lauern oft bewegungslos auf ihre Beute, die sie dann blitzschnell mit ihren Fangarmen ergreifen“, erklärt Ralf Donat, Projektleiter der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen und Ansprechpartner der bürgerwissenschaftlichen Aktion der Heinz Sielmann Stiftung.

Sie hat’s gern warm und trocken

Die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist vor allem auf trockenen Wiesenflächen mit höherer Vegetation zu finden. Aber auch auf Brachen und auf ehemaligen Truppenübungsplätzen wurde sie bereits nachgewiesen. In den Bergbaufolgelandschaften der Niederlausitz findet sie ebenfalls ideale Lebensbedingungen. Sie ernährt sich vor allem von Insekten und Spinnen und bevorzugt deshalb insektenreiche Lebensräume.

Klimawandel fördert Ausbreitung nach Berlin und Brandenburg

Bis Ende Oktober können geübte Augen das je nach Umgebung grün oder bräunlich gefärbte Insekt auf warmen Flächen entdecken. Das kann auch eine Hauswand oder eine Terrasse sein. Vor allem im südlicheren Brandenburg werden die Funde immer häufiger. Die warmen Sommer der vergangenen Jahre begünstigen die Ausbreitung der Gottesanbeterin. Der Klimawandel mit steigenden Temperaturen und Trockenheit in Brandenburg fördert ihre Wanderung in den Nordosten der Republik.

Gute Erfahrungen mit Citizen-Science-Aktion 

2015 wurde die Gottesanbeterin zum ersten Mal in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen entdeckt. Inzwischen gibt es auch Nachweise der Art in anderen Sielmanns Naturlandschaften Brandenburgs.  
Angeregt durch die bürgerwissenschaftliche Aktion des Naturkundemuseums Potsdam und des Freundeskreises Mantidenfreunde Berlin-Brandenburg, rief die Heinz Sielmann Stiftung nach ihrem ersten Fund öffentlich zur Meldung von Sichtungen der Gottesanbeterin auf. In den Jahren 2018-2020 haben 377 Personen insgesamt 472 Funde gemeldet. Im Raum des Naturparks Niederlausitzer Landrücken war die Suche besonders ergiebig. Die nördlichste Population in Brandenburg ist bei Neustadt/ Dosse angesiedelt.  

Gottesanbeterin auf Foto gebannt? Bitte einsenden! 

Jetzt, da die großen Insekten aktiv sind, ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder auf, Sichtungen der Gottesanbeterin zu melden. Die Mitmach-Aktion soll helfen, die Ausbreitung der Fangschrecke in ganz Brandenburg und Berlin noch präziser zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Heinz Sielmann Stiftung werden in einer Datenbank mit den Daten der Aktion „Gottesanbeterin gesucht“ vom Naturkundemuseum Potsdam und den Mantidenfreunden Berlin-Brandenburg zusammengeführt. 

Wenn es Ihnen gelingt, die Gottesanbeterin mit der Kamera zu erfassen, schicken Sie das Foto bitte mit Fundort, Funddatum und Namen sowie Ihren Kontaktdaten an wanninchen(at)sielmann-stiftung.de senden. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich um eine besonders geschützte Art handelt, die nicht gefangen werden darf! 

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Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner-Heide Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Natur-Erlebniszentrum Wanninchen SNL Döberitzer Heide SNL Tangersdorfer Heide
news-1125 Mon, 16 Aug 2021 16:54:34 +0200 Spatenstich für Biotoplandschaft am Flüthewehr https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/spatenstich-fuer-biotoplandschaft-am-fluethewehr/ Im Süden der Stadt Göttingen entsteht auf Initiative von Sartorius eine neue, vielfältige Biotoplandschaft. Entlang des Leineufers werden auf insgesamt 16 Hektar abwechslungsreiche Stillgewässer, Flutrinnen und Flachwassertümpel angelegt. Am Montag den 16. August 2021 war mit dem Spatenstich der offizielle Baubeginn. „Zuerst wird die Brache gemäht und es werden Baustraßen ausgewiesen, anschließend werden die neuen Stillgewässer angelegt. Die einzelnen Maßnahmen lassen sich derzeit nur grob terminieren, denn sie sind auch witterungsabhängig“, erklärt Dr. Martina Koch, Projektkoordinatorin der Heinz Sielmann Stiftung.

Im Vorfeld wurden Wege gesperrt und umgeleitet, um Erholungssuchende nicht durch Baufahrzeuge zu gefährden. Der Deich zwischen Rosdorf und Flüthewehr kann zu Fuß und auf eigene Gefahr weiter genutzt werden. Nach den Erdarbeiten werden auch wasserbauliche Maßnahmen an der Leine umgesetzt. An ausgewählten Stellen wird die Uferbefestigung aufgelöst, um den Flusslauf naturnäher zu gestalten. Außerdem wird der Schwimmbalken weiter in Richtung Wehr versetzt. Er soll Unrat und schwimmende Holzteile von der technischen Anlage fernhalten. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember dieses Jahres.

Das bisher intensiv genutzte Ackerland wird in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt und flussbegleitend für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten aufgewertet. Im Fokus stehen Eisvogel, Flussregenpfeifer, Amphibien, Insekten und viele weitere Artengruppen. Für Naturbegeisterte sollen etwa 100 Meter Holzsteg, ein Beobachtungspunkt und Informationselemente entstehen. Ein Wirtschaftsweg am Leineufer wird dafür nach Osten verlagert, um der Natur Ruhe zu ermöglichen.

Der Naturraum entsteht im Rahmen der Nachhaltigkeitsprogramme von Sartorius, der Life Science Konzern übernimmt auch sämtliche Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro. Die Stadt Göttingen hat die Initiierung und Realisierung des Projektes gefördert und unterstützt sowie die Fläche zur Verfügung gestellt. Die Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt hat die Koordination der Maßnahmen übernommen.

Auf dem zweiten Bild v.l.n.r.:Christel Wehmheuer (Dezernat für Bauen, Umwelt, Nachhaltige Regionalentwicklung, Veterinärwesen und Gebäudemanagement, erste Kreisrätin, Landkreis Göttingen); Michael Gruttke (GB I – Betrieb und Unterhaltung NLWKN Betriebsstelle Süd, Standort Göttingen); Florian Presting (Head of Environment, Health, Safety & Security, Facility Management & General Services, Sartorius AG); Bernhard Ruban (Büro für Freiraumplanung); Gudrun Friedrich-Braun (Fachdienst Stadtgrün und Umwelt Stadt Göttingen); Dr. Martina Koch (Projektkoordinatorin Heinz Sielmann Stiftung); Dr. Heiko Schumacher (Bereichsleiter Biodiversität Heinz Sielmann Stiftung); Jens Schatz (Geschäftsführer Leineverband); Mattias Rinke (Technischer Geschäftsführer, Rohrleitungs-, Straßen- und Tiefbau GmbH); Mathias Weitemeier (Fachdienst Umwelt, Stadt Göttingen)

 

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HSS News Unternehmen und Biodiversität Über uns
news-1124 Wed, 11 Aug 2021 09:46:53 +0200 Biotopverbund: Ihre Meinung zählt! https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/biotopverbund-ihre-meinung-zaehlt/ Welche Bedeutung haben Biotopverbünde und biologische Vielfalt in Deutschland aus Sicht der Bevölkerung? Das untersucht die Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung in einer öffentlichen Umfrage, an der Bürger:innen aktuell online teilnehmen können. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht vor, ein Netz verbundener Biotope zu schaffen, das mindestens 10 Prozent der Bundesländerfläche umfassen soll (§20 BNatSchG). Bestandteile dieses länderübergreifenden Verbundes sind u.a. Nationalparke, Naturschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete und Biosphärenreservate oder Teile dieser Gebiete, gesetzlich geschützte Biotope oder sonstige Flächen (§21 BNatSchG).

In diesem Sinne setzt sich das Verbundprojekt “Landschaft + Menschen verbinden” – eine Kooperation zwischen der Heinz Sielmann Stiftung, dem Landschaftspflegeverband Rügen, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie dem Landschaftspflegeverband Freising – zum Ziel, das Thema länderübergreifender Biotopverbund bundesweit auf kommunaler Ebene nachhaltig und institutionell zu stärken. Zum einen soll eine Informations- und Imagekampagne unter Federführung der Heinz Sielmann Stiftung umgesetzt werden, um durch die fachliche Aufbereitung des Themas Biotopverbund die Weiterentwicklung des Biotopverbunds in ganz Deutschland voranzutreiben. Zum anderen wird die Planung und Umsetzung von Beispielprojekten zu Biotopmaßnahmen in drei Modellregionen Deutschlands (Rügen, Bentheim, Freising) durchgeführt.

In einer bundesweiten Befragung möchte das Projektteam um Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne von der Universität Tübingen (Forschungsbereich Geographie) von Ihnen wissen, was Sie über den Biotopverbund und biologische Vielfalt denken und was sie Ihnen ganz persönlich bedeuten. Es wird kein Wissen abgefragt, daher gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Einzig Ihre Meinung und Wahrnehmung ist für diese Befragung von Bedeutung.  Machen Sie mit und leisten Sie mit geringem Zeitaufwand (ca. 10 Minuten) einen wichtigen Beitrag zu unserer Forschung. Die Teilnahme ist anonym und wird nur zu Forschungszwecken ausgewertet.

Der Fragebogen ist bis 24. August 2021 verfügbar unter https://www.soscisurvey.de/biotopverbund/.

Weiter zur Umfrage

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HSS News SBV Bayern Mittelelbe SBV Bodensee SBV Ravensburg SBV Nettetal Grünes Band Gut Herbigshagen
news-1123 Mon, 09 Aug 2021 09:04:24 +0200 Der aktuelle Jahresbericht ist da! https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/der-jahresbericht-2020-ist-da/ Informieren Sie sich jetzt über die Projekte, Tätigkeiten und Finanzen der Heinz Sielmann Stiftung im Geschäftsjahr 2020. Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie in einem anschaulichen digitalen Bericht zusammengestellt. Jetzt ansehen

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news-1122 Tue, 03 Aug 2021 08:10:03 +0200 Sehnsucht nach der Heimat Natur https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/sehnsucht-nach-der-heimat-natur/ Elstal b. Berlin – Die Heinz Sielmann Stiftung ist Sponsorin des diesjährigen Internationalen Festivals FILM OHNE GRENZEN in Bad Saarow. Das Thema SEHNSUCHT bestimmt vom 3. bis 5. September das Programm des hochkarätigen Festivals. Ein Highlight unter den 24 Spiel- und Dokumentarfilmen im Programm ist der Film HEIMAT NATUR von Regisseur Jan Haft, vielfach preisgekrönter Naturfilmer und Mitglied des Stiftungsrats der Heinz Sielmann Stiftung. „Ein Waldstück, das wir gut kennen, eine Wiese in der Marsch, ein kristallklarer Bergsee, ein Apfelbaum, an dem wir immer wieder vorbeilaufen - Natur berührt uns, ist Teil unseres Lebens und lässt uns heimisch fühlen. Prägende Landschaften wecken die Sehnsucht und den Wunsch, sie in ihrer Schönheit und Vielfalt zu erhalten“, so der Regisseur. Sein Film HEIMAT NATUR ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Der filmische Streifzug führt durch dampfende Wälder, flirrende Moore, über rosablühende Heiden und die bunte Kulturlandschaft rings um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er diese Natur von ihrer schönsten Seite und untersucht dabei den Zustand der heimischen Lebensräume.

Naturfilmer Jan Haft im Gespräch

Der Film läuft im Festival am 4. September um 15:30 Uhr. Anschließend diskutieren Jan Haft und der brandenburgische Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Klimaschutz Axel Vogel zum Thema „Heimat Natur: Quo Vadis Artenvielfalt?“, moderiert von Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Geschäftsbereichs Naturschutz bei der Heinz Sielmann Stiftung.

In einem Workshop für Jugendliche erzählt der Regisseur und Kameramann von seiner Arbeit und diskutiert mit ihnen über die Bedeutung und Zukunft der natürlichen Lebensgrundlagen. Wie sein Vorbild Heinz Sielmann will Jan Haft mit seinen Filmen die Menschen dazu bewegen, sich für den Erhalt der Schönheit und Vielfalt einzusetzen. Damit tritt er in die Fußstapfen des berühmten Naturfilmpioniers Heinz Sielmann, dessen Stiftung seinen Film großzügig gefördert hat.

Informationen zum Festival

Das Internationale FILM OHNE GRENZEN Festival findet in diesem Jahr bereits zum 9. Mal im brandenburgischen Bad Saarow statt, organisiert vom Verein „Film ohne Grenzen“ e.V.. Schirmherr ist der Schauspieler Ronald Zehrfeld, unter anderem bekannt aus der Kultserie des RBB „Warten auf’n Bus“. Neben den Filmen, die es zu entdecken gilt, wie zum Beispiel „Yvie wie Yvie“ von Sarah Blaßkiewitz, „The Whaler Boy“ von Philipp Yuryev oder „Hochwald“ von Evi Romen gibt es im Programm auch weitere filmische Höhepunkte, wie etwa „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader und „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf. Schauspieler Tom Schilling ist als Gesprächsgast vor Ort. Das Gesamtprogramm finden Sie ab sofort unter www.filmohnegrenzen.de.

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news-1120 Thu, 29 Jul 2021 08:16:51 +0200 Neu: Rätselhafte Escape Walks auf den Spuren von Heinz Sielmann https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/raetselhafte-escape-walks-auf-den-spuren-von-heinz-sielmann/ Das Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen in Duderstadt ist ab August um eine Attraktion reicher: Dann gilt es dort, in das Jahr 1948 einzutauchen und auf Heinz Sielmanns geheimnisvollen Spuren zu wandeln. Das neue Freizeitangebot bietet abenteuerliche Erlebnisse in der Natur für die ganze Familie, Freundeskreise oder Schulklassen und ist ab sofort buchbar.  

Codes Knacken und Ausweg finden

Von „Escape-Rooms“ mögen viele schon einmal gehört haben. Doch was bei den Outdoor-Escape-Walks auf die Beine gestellt wird, das ist mehr als Spurensuche in einem abgeschlossenen Raum. Hier kommt richtig Bewegung ins Spiel. Ein Team, eine Strecke in schöner Natur und rätselhafte Botschaften. Das Ziel heißt: Wieder rechtzeitig zurück sein und das Rätsel lösen. Und dabei ist Köpfchen gefragt! 

Outdoor-Escape-Walks finden an der frischen Luft statt. Sie verbinden die herrliche Natur mit der Faszination der kniffligen Rätsel aus den bekannten Escape-Rooms. Ab August bietet auch die Heinz Sielmann Stiftung diese Erlebnisse. Das neue Angebot auf Gut Herbigshagen ist perfekt in die herrliche Umgebung integriert und zeigt einmal mehr die Artenvielfalt auf, die das Gelände vorzuweisen hat.

„Die Spielenden von ‚1948 – Sielmann auf geheimnisvoller Spur‘ tauchen in ein geschichtliches Szenario ein, das hier so vor ungefähr 70 Jahren stattgefunden haben könnte. Die Haptik und Vielfältigkeit dieses reinen analogen Spiels sind mit viel Liebe zum Detail aufgebaut“, so Carolin Ruh, Vorstand der Stiftung und Leiterin des Natur-Erlebniszentrums. Das neue Angebot wurde mit dem Outdoor-Escape-Spezialisten Berggeheimnis aus dem schwarzwäldischen Kirchzarten entwickelt. 

 

Über das Spiel 

Duderstadt im Jahre 1948 – Heinz Sielmann will eigentlich nur seinen Dokumentarfilm „Lied der Wildbahn“ drehen, aber im Ort häufen sich die Gerüchte über eine unentdeckte Tierart. Groß wie ein Wildschwein, sagen die einen. Geflügelt und insektenartig, meinen andere. Je vielfältiger die Beschreibungen, umso neugieriger wird Sielmann: Ist der Tierfilmer am Rand eines spektakulären Durchbruchs oder auf den Spuren eines Fabelwesens?

 

Preise und Buchung

Bis zum 10. September gilt ein Familien-Sommer-Ferien-Angebot für sechs Personen zu 75 Euro zzgl. Systemgebühr (5% vom Nettopreis bei Onlinebuchung), danach gelten Preise ab 89 Euro für drei Personen zzgl. Systemgebühr. Geeignet ist das ca. zwei Stunden dauernde Spiel für Jugendliche ab 14 Jahren, für Kinder bis 13 Jahren fallen keine Kosten an. Bis zu 18 Personen können in einer Gruppe mitmachen, für Schulklassen gibt es gesonderte Tarife. Gebucht werden kann das Spiel direkt auf Gut Herbigshagen beim Besucherservice im Natur-Erlebnishaus oder unter Telefon 05527 914-208, ebenso unter www.geheimnisvolle-spur.de:

Hier geht es zur Buchung

 

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news-1119 Tue, 27 Jul 2021 12:20:16 +0200 Naturpark wird erweitert: Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide teil der Nationalen Naturlandschaft https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/naturpark-wird-erweitert-sielmanns-naturlandschaft-kyritz-ruppiner-heide-teil-der-nationalen-naturlandschaft/ Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land im Norden Brandenburgs wird erweitert: Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide sowie der nördliche Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes und ein Teil des Granseer Platte vergößern die Fläche des Naturparks um ganze 18.000 Hektar. Ein Novum für Brandenburg. Die Fläche des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land soll sich vergrößern. Damit greift das Brandenburger Umweltministerium die Initiative der Region auf, die schon viele Jahre verfolgt wird. Drei Teilflächen, unter anderem die Kyritz-Ruppiner Heide, sollen der Initiative folgend Bestandteil des Naturparks werden. Bei den geplanten Erweiterungsflächen handelt es sich um die naturschutzfachlich sehr wertvolle Kyritz-Ruppiner Heide, den Verbindungsraum zwischen der Heide und der heutigen Naturparkgrenze sowie die vielseitige Landschaft im Bereich der Granseer Platte bei Lindow/Mark auf dem Gebiet des Landkreises Ostprignitz-Ruppin.

Bedeutendste Heidefläche Deutschlands

Die Kyritz-Ruppiner Heide zählt in Deutschland zu den bedeutendsten Heideflächen und unzerschnittenen Räumen mit hohem Naturschutzwert. Das Betreten der Fläche, die früher als Bombodrom bezeichnet wurde und als Bombenabwurfplatz diente, ist wegen der Munitionsbelastung bis auf Weiteres nicht absehbar. Im Südteil sind aber bereits heute Wanderungen möglich: Hier können Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste der Sielmanns Naturlandschaften Kyritz-Ruppiner Heide auf dem freigegebenen Heideerlebnisweg zwischen Neuglienicke, Pfalzheim und Rossow wandern. Dort bietet der 15 Meter hohe Heideturm auf dem Heinz-Sielmann-Hügel eine gute Möglichkeit für Naturbeobachtungen.

Die Kyritz-Ruppiner Heide gehört zu den „dunkelsten“ Landschaften Deutschlands. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft hat daher beschlossen, gemeinsam mit der Naturparkverwaltung das ehemalige Bombodrom zum Sternenpark zu entwickeln und den Astro-Tourismus gezielt zu fördern.

Karten und weitere Informationen zur geplanten Erweiterung finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg:

Kartenmaterial

 

Hier finden Sie die Mitteilung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zur Naturparkerweiterung: Mitteilung lesen

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news-1118 Tue, 27 Jul 2021 12:09:04 +0200 Feinschliff für Weiherlandschaft bei Lippertsreute https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/feinschliff-fuer-weiherlandschaft-bei-lippertsreute/ Die Fünf Weiher bei Lippertsreute sind der neuste Baustein in Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Nun ergänzen Hecken und artenreiches Grünland mit heimischen Pflanzen die Stillgewässer. Professor Peter Berthold kam zur Eröffnung. Prof. Peter Berthold kam persönlich zur feierlichen Einweihung nach Lippertreute. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Kuratoriums des Biotopverbunds Bodensee übergab er die Weiher der Öffentlichkeit. Schon beim Spatenstich im Oktober war der Gründungsvater der Biotopverbünde dabei. Mittlerweile strahlt sein Konzept weit über die Landesgrenzen Baden-Württembergs hinaus. Die Heinz Sielmann Stiftung hat Biotopverbünde in Niedersachsen und Nord-Ost Bayern initiiert. Ein bundesweites Kommunikationsprojekt soll die Idee in weitere Kommunen tragen und Interessierte zur Umsetzung befähigen.

Kleine Puzzelsteine für die Vielfalt

Derweil wurden rund um die fünf Weiher bei Lippertsreute insgesamt 100 heimischen, standortangepassten Sträuchern gepflanzt um Hecken für Wildtiere anzulegen. Vogelkirsche, Faulbaum, gewöhnlicher Schneeball, und Pfaffenhütchen bieten in Zukunft Schutz und Nahrung. Die Sträucher wirken auch als Puffer zu den angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Ufersäume und das umliegende Grünland wurden mit heimischem Saatgut eingesät. Die Samen stammen von einer Spenderfläche im nahen Radolfzell-Markelfingen. Dort wurde es im letzten Jahr geerntet und konnte in diesem Jahr als Heudruschmaterial von Hand ausgesät werden. So wird sich im Umfeld der Weiher artenreiches Feuchtgrünland entwickeln.

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news-1113 Fri, 02 Jul 2021 08:51:33 +0200 Bunte Nisthilfen für die Gut Herbigshagener Streuobstwiesen https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/bunte-nisthilfen-fuer-die-gut-herbigshagener-streuobstwiesen/ In den letzten Monaten konnten Kunden der REWE-Märkte Thomas Höfling Gutscheine erwerben, mit denen Kinder die Möglichkeit hatten, ihre eigene Nisthilfe auf Gut Herbigshagen zu gestalten. Nun wurden die dekorierten Endprodukte auf den Streuobstwiesen des Natur-Erlebniszentrums aufgehängt. 50 weitere Nisthilfen wurden durch eine Spende des REWE-Marktes in Duderstadt zur Verfügung gestellt. Zum Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen gehören ausgedehnte Streuobstwiesen und sie dienen als artenreiche Lebensräume. Sie tragen langfristig zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Ganz nebenbei liefern sie schmackhaftes Obst, das zu gesundem Saft gemostet wird.

Die Herbigshagener Streuobstwiesen sind vor 20 Jahren angelegt worden. Sie sind damit recht jung, ihre Bäume weisen noch keine Höhlungen auf und bieten bisher wenig Brutmöglichkeiten für Vögel. Aus diesem Grunde haben REWE Märkte von Thomas Höfling und die Heinz Sielmann Stiftung die Aktion „Die Streuobstwiese sucht neue Bewohner – Engagement für mehr Artenvielfalt“ ins Leben gerufen, um Vögeln Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

„Wir bedanken uns ganz besonders bei allen Kundinnen und Kunden für die tolle Unterstützung bei dieser Aktion und hoffen, dass sie genauso viel Spaß dabei hatten, wie wir“, so Geschäftsführer Thomas Höfling. „Mit diesen Nisthilfen leisten wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag zu mehr Biodiversität im Eichsfeld. Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie unsere Kinder morgen leben.“

Während des zweimonatigen Aktionszeitraumes konnten bei REWE in Duderstadt, Herzberg und Klein Lengden Gutscheine für eine Nisthilfe im Wert von 25 Euro erworben werden. Nach Vorlage des Gutscheins auf Gut Herbigshagen haben vor allem Kinder die dort bereit gestellten Nisthilfen individuell mit umweltverträglichen Materialien bemalt und dekoriert. Die so entstandenen „Kunstwerke“ wurden an den Obstbäumen angebracht. Jeder kann seine Nisthilfe anhand eines Planes immer wiederfinden und sich an dem Naturerlebnis Jahr für Jahr aufs Neue erfreuen.

Insgesamt 47 dekorierte Nisthilfen wurden bereits aufgehängt, weitere 50 Nisthilfen hat Thomas Höfling über den REWE Markt in Duderstadt als Spende zur Verfügung gestellt. „Ich freue mich sehr über diesen gemeinsamen Erfolg für die Artenvielfalt und das Engagement aller Teilnehmenden. Es sind sehr schöne, fantasievolle Bemalungen entstanden“, resümiert Carolin Ruh, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung und Leiterin des Natur-Erlebniszentrums. „Durch das Einbringen von Nistkästen werden Lebensräume ökologisch aufgewertet, ebenso wird der Effekt der biologischen Schädlingsbekämpfung durch Vögel verstärkt.“ Alle heimischen Höhlenbrüter wie Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling oder Star würden davon profitieren.

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news-1109 Fri, 25 Jun 2021 17:09:54 +0200 Den Kranichen auf der Spur https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/den-kranichen-auf-der-spur/ Bald sammeln sich wieder Kraniche zu tausenden auf den Feldern. Ihre Rufe werden weithin zu hören sein! Zum großen Staffelfinale des beliebten Podcasts „AllgemeinKonkret – Naturprofis erzählen“ ist Dr. Bernhard Weßling zu Gast. Der Autor von „Der Ruf der Kraniche“ gewährt Einblicke in das Leben der Vögel des Glücks und wie es das eigene geprägt hat. Er berichtet nicht nur, wie sich seine Liebe zur Natur und besonders zu den Kranichen entwickelt hat, sondern auch wie daraus schließlich ein ausgedehntes Forschungsprojekt wurde. Die Neugier des Forschers fördert durch bioakustische Untersuchungen nicht nur erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, sie führt ihn auch in die Welt hinaus. Egal ob Asien oder Nordamerika – Dr. Weßling weiß Spannendes zu berichten und geht auch, manchmal unbewusst, das eine oder andere Risiko ein! Die Folge ist auf der Webseite des Natur-Erlebniszentrums Wanninchen unter der Rubrik Podcasts zu finden.

Zum Podcast 

 

Dr. Weßling zu Gast in der Kulturkirche in Luckau

Wer auch nach der Lektüre seines Buches und dem Hören der Podcast-Folge nicht genug bekommen kann, sollte sich unbedingt den 26. August vormerken! Dann wird Dr. Weßling in der Kulturkirche in Luckau sein Buch vorstellen. Neben weiteren unterhaltsamen Anekdoten erklärt er, wie es ihm gelungen ist, die Rufe der Kraniche zu unterscheiden. Begleitet wird die Veranstaltung vom Natur-Erlebniszentrum Wanninchen. Ralf Donat wird beeindruckende Bilder „seiner“ Kraniche zeigen und die anschließende Diskussion leiten. Außerdem gibt es im Anschluss die Möglichkeit sich nach Wanninchen zu begeben und den abendlichen Einflug der Kraniche in ihre Schlafplätze zu beobachten. Nähere Informationen werden in Kürze im Veranstaltungskalender zu finden sein.

Wann: Donnerstag 26.08.2021 ab 15:00 Uhr

Wo: Kulturkirche Luckau, Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen

Info: wanninchen(at)sielmann-stiftung.de

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news-1108 Wed, 23 Jun 2021 10:08:46 +0200 Ein virtuelles Netzwerk für den bundesweiten Biotopverbund https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/ein-virtuelles-netzwerk-fuer-den-bundesweiten-biotopverbund/ Das Verbundprojekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ informiert auf einer neuen Website darüber wie sich kommunaler Biotopverbund umsetzen lässt. Praktische Anleitungen laden zum Nachmachen ein. Die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zersiedlung der Landschaft sind die Hautpursachen für das Artensterben. Ein Biotopverbund hat das Ziel Kernflächen über Verbindungselemente und -flächen zu verbinden und so Tier- und Pflanzenarten eine verbesserte Ausbreitung zu ermöglichen. Über diesen Weg kann ein effektiver Beitrag zum Artenerhalt geleistet werden.

Auf der neuen Website des bundesweiten Projekts BiotopVerbund wird laufend über den aktuellen Fortschritt innerhalb der Modellregionen Rügen, der Grafschaft Bentheim und Freising informiert. Zusätzlich sind weitere Akteure eingeladen sich von den Fachleuten der Heinz Sielmann Stiftung bei ihren Initiativen fachlich beraten zu lassen. Weitere Biotope, die derzeit entstehen, sollen einen Platz innerhalb der BiotopVerbund-Karte finden und von ihrer Vorgehensweise berichten.

Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Projektparner:innen sind der Landschaftspflegeverband Rügen e. V., die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie der Landschaftspflegeverband Freising e. V..

Zur Website

 

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news-1107 Tue, 22 Jun 2021 10:00:00 +0200 Umweltorganisationen fordern ambitionierte Naturschutzpolitik vom Bundestag https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/umweltorganisationen-fordern-ambitionierte-naturschutzpolitik-vom-bundestag/ Die Mitglieder des DNR, zu denen auch die Heinz Sielmann Stiftung gehört, treten gemeinsam dafür ein, den dramatischen Verlust der Vielfalt an Arten und Lebensräumen in Deutschland und darüber hinaus endlich zu stoppen und unsere natürlichen Ressourcen zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Ein erfolgreicher Naturschutz sowie eine naturverträgliche Landnutzungspolitik können zunehmend wichtige Beiträge für naturbasierte Lösungen im Klimaschutz leisten. Die naturschutzpolitischen Aufgaben müssen in den kommenden Jahren endlich mit höchster Priorität umgesetzt werden. Aus diesem Grund haben sich die Verbände auf zentrale Kernforderungen verständigt, die für eine erfolgreiche Naturschutzpolitik in der kommenden Legislaturperiode des Deutschen Bundestags entscheidend sind. Naturschutzpolitische Kernforderungen für die kommende Legislaturperiode des Bundestags 

A. Schutz der biologischen Vielfalt – Ziele konkretisieren und Instrumente stärken

Die nationale, europäische und internationale Entwicklung der biologischen Vielfalt ist weiterhin äußerst besorgniserregend. Es ist trotz internationaler Abkommen, europäischer Richtlinien oder Strategien zum Schutz der biologischen Vielfalt bisher nicht gelungen, den Rückgang von Lebensräumen und Arten insgesamt zu stoppen oder großflächig Verbesserungen beim Zustand von Schutzgebieten herbeizuführen. Der fortschreitende Klimawandel verschärft die Situation teilweise deutlich. Vor diesem Hintergrund müssen die bestehenden Instrumente dringend gestärkt, Folgen des Klimawandels für Lebensräume und Arten berücksichtigt und notwendige Maßnahmen konkretisiert werden.

Dies beinhaltet insbesondere:

  • Starkes Engagement für den Erhalt der internationalen biologischen Vielfalt: Deutschland muss sich im Rahmen eines neuen Post-2020-CBD-Rahmenwerks (Convention on Biological Diversity) für den Stopp und die Umkehr des Biodiversitätsverlusts bis 2030 einsetzen. Das CBD-Rahmenwerk muss in Deutschland rasch implementiert und ausreichend finanziert werden, um Deutschlands Verantwortung zum Erhalt der nationalen und internationalen biologischen Vielfalt zu stärken.
  • Ambitionierter Aktionsplan zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS): Für eine ambitionierte Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt müssen ein Aktionsplan mit konkreten Zielen für 2030 und Maßnahmen für alle Bundesressorts erarbeitet werden. Der Aktionsplan soll sowohl Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt als auch für angepasste Nutzungen bündeln. Eine regelmäßige Evaluierung und verbindliche Anpassung ist vorzusehen. Die Neufassung muss zugleich einen engagierten Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der UN-Dekade 2021-2030 für die Wiederherstellung von Ökosystemen leisten.
  • Schutzgebietsnetz stärken und Biotopverbund umsetzen: Die zukünftige Bundesregierung muss in Zusammenarbeit mit den Bundesländern eine Qualitätsoffensive für terrestrische und marine Schutzgebiete verabschieden. Ziel ist die systematische Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie, der Vorgaben der EU-Naturschutzrichtlinien und des nationalen Rechts. Hierfür ist eine ausreichende Personalausstattung in den Verwaltungen, die Festlegung messbarer gebietsspezifischer Erhaltungsziele, die rechtliche Sicherung aller Natura-2000-Gebiete, die Nachschärfung der bestehenden Schutzgebietsverordnungen und die Etablierung effektiver Managementmaßnahmen sowie ihre dauerhafte Finanzierung erforderlich. Auch vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawan-dels ist eine Bund-Länder-Initiative zur Stärkung des nationalen Biotopverbundes zu initiieren sowie eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der Bundesprogramme Wiedervernetzung und Blaues Band zu gewährleisten. Für die nachhaltige Sicherung der biologischen Vielfalt braucht es eine großräumige Wiedervernetzung von Ökosystemen, eine Sicherung der Lebensraumkorridore und eine Überwindung vorhandener technischer Barrieren. Hierfür muss ein verbindlicher Bundes-raumordnungsplan zum länderübergreifenden Biotopverbund auf Basis des Raumordnungsgesetzes (ROG) eingeführt werden. In Synergie zu den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie sind hierbei auch Gewässerentwicklungsflächen zu ermitteln und festzulegen. All diese Maßnahmen sollen zur Um-setzung der Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie für Schutzgebiete in Deutschland beitragen.
  • Sofortprogramm für besonders bedrohte Arten: Ob Feldhamster, Rebhuhn, Luchs oder viele Insektenarten: sie sind durch schädliche Bewirtschaftungsformen und eine fehlende Vernetzung ihrer Lebensräume bedroht. Daher braucht es aufbauend auf Lebensraumgutachten bzw. Habitatanalysen mehr Soforthilfen durch Artenhilfsprogramme von Bund und Ländern für besonders bedrohte Arten. Diese Programme sind erforderlich für Arten, für die Deutschland besondere europäische oder internationale Verantwortung trägt oder die in Folge von Infrastrukturmaßnahmen zum Klimaschutz besonders betroffen sind. Ersterhebungen, dauerhafte Maßnahmenprogramme und Mo-nitoring zur Wirksamkeitskontrolle der Maßnahmen sowie ein aktives Anpassen der Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit müssen staatlich garantiert werden. Die Verursacher sind antei-lig an der Finanzierung zu beteiligen.
  • Renaturierungsoffensive starten: Die zukünftige Bundesregierung muss einen Renaturierungsplan für Deutschland mit konkreten Zielen und Maßnahmen bis zum Jahr 2030 erarbeiten. Der Plan soll sowohl Maßnahmen zur Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Erreichung der Erhaltungsziele in den Schutzgebieten als auch Maßnahmen außerhalb von Schutzgebieten beinhalten. Ein Schwerpunkt soll auf Flächenkulissen außerhalb von Schutzgebieten gelegt werden, bei denen sich beson-dere Synergien zu Klimaschutz und Klimaanpassung ergeben, hierzu zählt die Wiederherstellung frei fließender Flüsse, naturnaher Auen, Moore und Wälder. Mindestens ein Viertel der Projekte des Plans muss zum Ende der Legislaturperiode in der Umsetzung sein.
  • Mut zur Wildnis: Die Bundesregierung muss für ihr Ziel, auf zwei Prozent der Landesfläche wieder großflächige Wildnisgebiete zu schaffen, ihr Engagement weiter verstärken und durch eine Verbrauchsstiftung angemessen untersetzen. Für Flächen im Wirtschaftswald, die sich für die Wildnisentwicklung eignen, soll anstelle der kostenintensiven Wiederaufforstung die Entwicklung zu Wildnis- und Naturwaldflächen Vorrang erhalten und gefördert werden.
  • Insektenschutz ausbauen: Das vorliegende Aktionsprogramm Insektenschutz muss konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden. Hierbei sind insbesondere Maßnahmen aufzunehmen und umzusetzen, die sich aus den erfolgreichen Volksbegehren in den Bundesländern und dem europäischen Green Deal ergeben. Auch bisher nicht weiter verfolgte Maßnahmen des Aktionspro-gramms Insektenschutz wie der Refugialflächenansatz und die verbindliche Umsetzung des Ziels von 10% Landschaftselementen in der Agrarlandschaft müssen in der kommenden Legislaturperio-de verbindlich geregelt werden.

B. Naturverträgliche Nutzung stärken

Die Rahmenbedingungen für die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sind von der Bundespolitik so zu gestalten, dass vorrangig naturverträgliche Nutzungen unterstützt und gefördert werden. Hierbei müssen Synergien zum Klimaschutz durch die Stärkung der CO2-Senkenfunktion von Lebensräumen ausreichend berücksichtigt werden. Eine besondere Verantwortung kommt dem Bund beim Meeresschutz zu, da er für die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) zuständig ist und jetzt die entscheidenden Weichen für zukünftige Nutzungen gestellt werden.

Hierfür sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Haupttreiber des Biodiversitätsverlustes begrenzen, hohe Umweltstandards sicherstellen: Das Bundesnaturschutzgesetz, das Landwirtschaftsgesetz, das Bundeswaldgesetz, das Bundesjagdgesetz und andere die Landnutzung betreffenden Bundesgesetze und Verordnungen müssen novelliert werden und sicherstellen, dass die Ziele des EU-Green-Deals (Klima, Biodiversität, Farm-to-Fork), der geltenden Gesetzgebung (u.a. FFH-RL, Wasserrahmenrichtlinie) und der nationalen Bio-diversitätsstrategie flächendeckend erreicht werden können. Hierfür braucht es wirksame Mindest-standards für die land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Nutzung. Natur- und Klimaschutz müssen dabei gleichrangig die Grenzen für die Nutzung definieren, u.a. im Bereich Tierhaltung, Pflanzen-schutz, Schutzgebietsmanagement und Flächenverbrauch. Auch notwendige Anpassungen in Folge des Klimawandels (z.B. Auswirkungen auf den Landschaftswasserhaushalt; Stärkung der Resilienz von Biotopen und des Biotopverbundes) müssen hierbei berücksichtigt werden. Die Mindeststan-dards sollen als Basis für darauf aufbauende attraktive Förderprogramme für eine naturverträgliche Nutzung dienen.
  • Agrarförderung konsequent an ökologischen Leistungen ausrichten: Bei der nationalen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik (GAP) müssen in der kommenden Legislaturperiode weiterhin alle Hand-lungsspielräume für eine gezielte Stärkung ökologischer Leistungen und des Tierschutzes genutzt werden. Hierbei muss weit über die EU-Mindestvorgaben hinausgegangen werden. Hierzu gehört die Sicherstellung von mindestens 10% nicht-produktiven Flächen für artenreiche Landschaftsele-mente über Konditionalität (mind. 5 %) und Ökoregelungen, das Angebot von anspruchsvollen und attraktiven Eco-Schemes mit schrittweiser Steigerung des Budgetanteils der ersten GAP-Säule be-ginnend mit mindestens 30 Prozent und die maximal mögliche Umschichtung von Mitteln aus der ersten in die zweite Säule. Der Ausstieg aus den pauschalen Direktzahlungen muss bis zum Jahr 2027 erfolgen und kann z.B. durch das Modell der Gemeinwohlprämie abgelöst werden. Der Nati-onale Strategieplan muss wo nötig vor der Finalisierung 2022 und nach der Revision der Öko-Regelungen 2024 angepasst werden.
  • Reduzierungsstrategien 2030 für Pestizide und Düngemittel: Zur Erreichung der Ziele der europäischen Farm-to-Fork- und der Biodiversitätsstrategie (minus 50% beim Einsatz von Pflanzenschutz-mitteln und minus 20% beim Einsatz von Düngemitteln bis 2030) sind nationale Reduzierungsstra-tegien für den Pestizid- und Düngemitteleinsatz zu erarbeiten. Die Bundesregierung muss sich darüber hinaus für eine grundlegende Reform der Zulassungsverfahren auf EU-Ebene einsetzen.
  • Wälder in der Krise stärken: Die unter den Folgen von Klimakrise und intensiver Forstwirtschaft leidenden Wälder müssen dringend schonender behandelt werden. Dafür braucht es dringend ökologische Mindeststandards für die Waldwirtschaft im Bundesnaturschutzgesetz bzw. im Bundeswaldgesetz, Anpassungen im Bundesjagdgesetz sowie eine Ausweitung der Naturwälder auf fünf Pro-zent aller Waldflächen. Für über 100 Jahre alte Laubwälder in öffentlicher Hand muss ein sofortiger Einschlagstopp gelten. Der überfällige Waldumbau hin zu heimischen Laubmischwäldern muss be-schleunigt werden. Eine Honorierung von Ökosystemleistungen für private Waldbesitzende muss sich an konkreten ökologischen, am Gemeinwohl orientierten Kriterien ausrichten. Honorierungs-fähig sollen ökologisch wertvolle Zustände in Wirtschaftswäldern und Maßnahmen zu deren Erreichung und die Ausweisung von Naturwäldern sein.
  • Wasserrückhalt in der Landschaft verbessern: Um im Zuge des Klimawandels mit zunehmenden Dürreperioden massiven Schäden in Natur und Landschaft entgegenzuwirken und Synergien für die Vorsorge vor zunehmenden Starkregen- und Hochwasserereignissen zu aktivieren, muss der Wasserrückhalt in der Landschaft entschieden verbessert werden. Die zukünftige Bundesregierung muss daher alle Möglichkeiten nutzen, um wirksame Anreize zum Wasserrückhalt in der Landschaft zu setzen und angepasste Bewirtschaftungsformen zu etablieren. Auch die verstärkte Renaturie-rung von Fließgewässern samt ihren Auen und städtebauliche Maßnahmen im Sinne des Schwammstadt-Prinzips müssen genutzt werden, um den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbes-sern. Das zukünftige Moorschutzprogramm muss finanziell ausreichend ausgestattet werden. Eine ambitionierte nationale Wasserstrategie, die Wasser als wertvollste Ressource im Klimawandel anerkennt und sowohl den Landschaftswasserhaushalt als auch die Wassernutzung vorausschauend und naturschutzgerecht steuert, ist umzusetzen.
  • Meeresoffensive umsetzen: Die Ökosystemleistungen der Meere, insbesondere als natürliche Kohlenstoffsenke, sind zu sichern und ihre Resilienz in der Klimakrise zu stärken. Der Schutz mariner Arten und Lebensräume sowie der Ökosystemansatz der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) müssen ins Zentrum meerespolitischer Entscheidungen rücken. Dies gilt insbesondere auch für die marine Raumordnung.
  • Mindestens 50 Prozent der Meeresschutzgebiete aus der Nutzung nehmen: Zum Schutz mariner Arten und Ökosysteme müssen mindestens 50 Prozent der Meeresschutzgebietsfläche aus der fischereiwirtschaftlichen Nutzung genommen werden, weitere wirtschaftliche und sonstige Nutzungen sind hier auszuschließen. In Nord- und Ostsee muss darüber hinaus generell eine ausschließlich nachhaltige Nutzung etabliert werden, die ein wissenschafts- und ökosystembasiertes Fischereimanagement beinhaltet. Eine effektive Kontrolle und Überwachung der Fischerei (und anderer Nut-zungen) ist dabei unabdingbar. Darüber hinaus braucht es neue Vorgaben zur Reduktion der Schad-stoff-, Müll- und Nährstoffeinträge sowie zur Vermeidung von Unterwasserlärm.

C. Finanzielle Grundlagen des Naturschutzes und Vorbildwirkung des Bundes verbessern

Die Finanzierung des Naturschutzes benötigt einen grundlegenden Neustart, um die eklatanten Umsetzungsdefizite der letzten Jahrzehnte zu beheben. Hierfür sind sowohl Investitionsoffensiven als auch erhebliche Steigerungen der Fördermittel für freiwillige Maßnahmen von Landnutzer*innen notwendig. Für die auskömmliche Finanzierung von Natura 2000 und Großschutzgebieten sowie zur Umsetzung der europäischen Biodiversitätsstrategie insbesondere zur Wiederherstellung von Ökosystemen ist Schätzungen zufol-ge ein Mindestvolumen von zwei Mrd. EUR pro Jahr erforderlich. Hinzu kommt der Beitrag Deutschlands zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung, der auf mindestens eine Mrd. EUR jährlich, wenn möglich zwei Mrd. EUR im Jahr im Laufe der nächsten Legislatur erhöht werden muss. Darüber hinaus muss der Bund eine Vorbildwirkung zur Erreichung von Naturschutzzielen einnehmen.

Dies beinhaltet insbesondere:

  • Vorbildwirkung des Bundes bei der Bewirtschaftung eigener Flächen: Bei der land-, forst- und fischereilichen Nutzung bundeseigener Flächen ist eine nachhaltige und naturverträgliche Bewirt-schaftung oberstes Gebot und muss Vorrang vor dem Anspruch einer wirtschaftlichen Gewinnma-ximierung haben. Landwirtschaftliche Flächen sollen nur noch an Betriebe verpachtet werden, die besonders naturverträglich und klimaschonend wirtschaften und dabei einen Mindestanteil von 15 Prozent nicht-produktiven Flächen für Insekten und die Artenvielfalt insgesamt sicherstellen. Bun-deswaldflächen sollen ausschließlich nach den FSC- oder Naturland-Richtlinien bewirtschaftet wer-den und 10 Prozent der Bundeswaldflächen als Naturwälder ausgewiesen werden.
  • Verzicht auf die Privatisierung bundeseigener Flächen: Die Privatisierung bundeseigener Flächen muss beendet werden. Diese müssen zur Erreichung der neuen internationalen Biodiversitätsziele, als Trittsteine im nationalen Biotopverbund, als Arrondierungs- und Tauschflächen für die Erweiterung des Nationalen Naturerbes und von Wildnisgebieten, für den zielgerichteten Gewässer- und Auenschutz und für eine naturnahe Bewirtschaftung genutzt werden. Die Flächen können mit einer entsprechenden Zweckbindung an Körperschaften übertragen werden.
  • Stärkung des institutionellen Naturschutzes: Es ist eine Grundgesetzänderung zu prüfen, damit der Bund die Länder und Kommunen bei der Erfüllung der Vollzugsaufgaben im Naturschutz stärker finanziell unterstützen kann. Die Länder und Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, die europäischen und nationalen Vorgaben im Naturschutz erfüllen zu können. Für die Naturschutzverwaltung auf Bundesebene bedarf es außerdem einer deutlichen Stärkung durch zusätzlich mindestens 100 Personalstellen, um unter anderem die Erarbeitung und Umsetzung des Renaturie-rungsplans und des Aktionsplans zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sowie die weitere Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien forcieren zu können.
  • Schaffung eines Bundesnaturschutzfonds: Der Bundesnaturschutzfonds muss mit einem Volumen von mindestens 500 Mio. EUR pro Jahr ausgestattet werden und soll zur Finanzierung bestehender und neuer Naturschutzprogramme genutzt werden (z.B. für Waldnaturschutzfonds, Blaues Band, Renaturierung, Biotopverbund inklusive Grünem Band). Eine gegenseitige Deckungsfähigkeit soll im Haushaltsplan vorgesehen werden.
  • Einrichtung eines Sonderrahmenplans „Biodiversität“ in der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK): Der Sonderrahmenplan „Biodiversität“ soll mit einem schrittweise auf-wachsenden Umfang von anfangs mindestens 500 Mio. EUR pro Jahr ausgestattet und beispielsweise für Fördermaßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, zum Schutz von Mooren, Auen und Ge-wässern, für den Rückhalt von Wasser in der Landschaft und zur Beratung für Naturschutzleistun-gen genutzt werden. Perspektivisch ist eine neue Gemeinschaftsaufgabe Biologische Vielfalt zu entwickeln, die eine dauerhafte Finanzierung sicherstellt und Bund, Länder, Kommunen sowie Verbände bei ihrer Aufgabenwahrnehmung im Naturschutz stärkt.

D. Naturschutz als Teil der Transformation stärken

Die Corona-Pandemie hat erneut deutlich gemacht: Naturschutz sichert unsere materiellen Lebensgrundlagen und ist zugleich eine elementare Investition in unser Wohlbefinden. Angesichts der bevorstehenden Transformation in den Bereichen Energie, Verkehr oder Industrie hat der Erhalt und die naturnahe Entwicklung von Natur und Landschaft eine umso größere Bedeutung, denn Naturschutz ist eine gesamtgesell-schaftliche Aufgabe, die integrativ in alle Wirtschaftsbereiche hineinwirken muss. Hierzu gehören folgende Anliegen:

  • Abbau aller naturschädlichen Subventionen: Gemäß den Vorgaben der UN-Biodiversitätskonvention (CBD) sind in Deutschland und der EU schrittweise alle Subventionen und Anreize abzuschaf-fen, die den Zielen des Naturschutzes entgegenstehen.
  • Grenzen für den Ressourcenverbrauch etablieren: Zu den Haupttreibern des Verlustes der biologischen Vielfalt zählt die nicht nachhaltige Ressourcennutzung. Es muss geprüft werden, welche Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Suffizienz einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten können. Dies betrifft insbesondere den Flächenverbrauch, die Energieproduktion und den Import von Futtermitteln.
  • Nachhaltigen Konsum bei der öffentlichen Beschaffung etablieren: Bei der öffentlichen Beschaffung müssen Produkte aus ökologischer Erzeugung zum Standard werden. Hierfür ist das Vergabe-gesetz entsprechend anzupassen.
  • Ambitionierte und verpflichtende Lieferkettengesetze: In Deutschland und der EU müssen soziale und umweltbezogene Sorgfaltspflichten unter Einbeziehung des Klima- und Biodiversitätsschutzes Eingang in die gesamte Wertschöpfungskette erhalten. Hiermit soll die globale Entwaldung und die Degradierung natürlicher Ökosysteme gestoppt werden. Hierbei muss eine zivilrechtliche Haftungsregelung vorgesehen werden.
  • Strengere Regulierung des Wildtierhandels: Dies ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt, sondern dient auch der Vorsorge vor weiteren Zoonosen und Pandemien. Ziel muss sein, den illegalen Wildtierhandel zu beenden und den legalen Wildtierhandel so stark einzuschränken, dass die Dezimierung von Wildbestanden durch Naturentnahmen sowie die Verbreitung von Zoonosen und invasiven Arten verhindert wird.
  • Bessere Integration des Naturschutzes in andere Politikbereiche: Durch einen starken Nachhaltigkeitscheck für Gesetzentwürfe, Planungen und Programme sind Belange des Naturschutzes und die Inwertsetzung von Ökosystemleistungen sektorübergreifend stärker in Entscheidungsprozesse anderer Politikbereiche zu integrieren. Zudem muss auch für neue Gentechnik das Vorsorgeprinzip weiterhin gelten und die Wahl- und Gentechnikfreiheit gesichert bleiben.
  • Naturbewusstsein durch Bildung stärken: Naturerfahrung, Wissen über Ökosystemzusammenhänge und Dialog sind die Basis, um eine breite gesellschaftliche Beteiligung am Biodiversitätsschutz zu erreichen und den Umgang mit natürlichen Ressourcen nachhaltig zu verändern. Die schulische und außerschulische Bildung sowie die Naturerlebnismöglichkeiten für Familien sind dahingehend auszubauen, auch im urbanen Raum, und der Zugang zu solchen Angeboten für benachteiligte Gruppen ist zu erleichtern.
  • Entscheidungen im Dialog treffen: Bei naturschutzrelevanten Entscheidungen sind informelle und vorbereitende Beteiligungsverfahren zu stärken und zu fördern, um die frühzeitige, umfassende Einbindung der Zivilgesellschaft, kollektives Lernen und eine demokratische Mitverantwortung zu ermöglichen. Dafür sind Programme aufzulegen, die Landschaftswerkstätten, Gewässerpartnerschaften, Runde Tische und Patenschaftsansätze unterstützen und ausweiten. Der Beteiligungsum-fang in standardisierten Verfahren ist auszuweiten und auf eine inter- und transdisziplinäre Planung hin auszurichten.
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HSS News Über uns
news-1103 Mon, 21 Jun 2021 09:30:00 +0200 Verschollene Spinnenart in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gefunden https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/verschollene-spinnenart-in-sielmanns-naturlandschaft-doeberitzer-heide/ Elstal b. Berlin, 21. Juni 2021 – Der Insekten- und Spinnen-Forscher Dr. Karl-Hinrich Kielhorn hat in einem Feuchtbiotop der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide die Gestreifte Krabbenspinne Xysticus lineatus wiederentdeckt. Seit 1977 galt sie in Brandenburg als verschollen. Für die Wanderspinne Zora armillata ist das Ferbitzer Bruch sogar deutschlandweit der einzige aktuelle Fundort. Wegen dieser und weiterer herausragender Funde von bedrohten Spinnen- und Laufkäferarten stuft der Forscher das Ferbitzer Bruch als Schutzgebiet von überregionaler Bedeutung ein. Forscher stellt überregionale Bedeutung des Ferbitzer Bruchs für Insekten und Spinnen fest

Die Heinz Sielmann Stiftung hatte den Biologen im Zeitraum 2019/2020 mit der Untersuchung der Laufkäfer- und Spinnenfauna des Ferbitzer Bruches im gleichnamigen, gut 1000 Hektar großen Naturschutzgebiet beauftragt, um daraus Schlüsse für zukünftige naturschutzfachliche Maßnahmen zu ziehen. Wertvolle Biotope im Ferbitzer Bruch sind zum einen Gräben mit Seggenbewuchs, außerdem Schilfröhricht und Schlammfluren sowie Pfeifengras- und wechselfeuchte Wiesen.

Gestreifte Krabbenspinne wiedergefunden

Die in Brandenburg bislang als verschollen geltende Gestreifte Krabbenspinne Xysticus lineatus fand er auf einer Pfeifengraswiese. „Im Norddeutschen Tiefland ist sie sehr selten, und auch bundesweit ist die Art als stark gefährdet eingestuft. Ihr Wiederfund und andere Funde gefährdeter Arten zeigen, dass das Ferbitzer Bruch für die Spinnenfauna besonders wertvoll und von überregionaler Bedeutung ist“, so die Einschätzung des Forschers. Die größte Anzahl bedrohter Arten fand Karl-Hinrich Kielhorn in Bulten der Schwarzschopf-Segge, unter anderem die deutschlandweit äußerst seltene Wanderspinne Zora armillata und die in Deutschland stark gefährdete Kurzzahn-Wiesenkräuselspinne Emblyna brevidens,

Bedrohte Laufkäferarten

In der Familie der Laufkäfer hebt Kielhorn vor allem die Funde des Rotgefleckten Ahlenläufers Bembidion tenellum und des Glänzenden Grabläufers Pterostichus aterrimus hervor. Der Rotgefleckte Ahlenläufer gilt in Brandenburg als vom Aussterben bedroht und in Deutschland insgesamt als gefährdet. Der Glänzende Grabläufer steht in der Roten Liste Brandenburgs als stark gefährdet, bundesweit gilt er als vom Aussterben bedroht. Eine dritte bemerkenswerte Laufkäferart im Ferbitzer Bruch ist der Dunkle Uferläufer Elaphrus uliginosus. Er rangiert auf den Roten Listen der Bundesländer zwischen stark gefährdet und vom Aussterben bedroht und gilt europaweit als einer der am meisten bedrohten Laufkäferarten.

Fehlende Niederschläge bedrohen Feuchtbiotop

Im Vergleich mit älteren Daten aus dem Gebiet musste Dr. Karl-Hinrich Kielhorn allerdings eine zunehmende Austrocknung des Ferbitzer Bruchs feststellen. Die Vorkommen und Häufigkeit der verschiedenen Arten, also die Zusammensetzung der Artengemeinschaft deutet auf einen Rückgang der Feuchtigkeit hin. Deshalb empfiehlt er die künstliche Einleitung von nährstoffarmem Wasser, zum Beispiel über Brunnen. Eine weitere Austrocknung des Gebiets könnte die feuchteliebenden Arten aussterben lassen.

Zahlen zu Spinnen- und Laufkäferfauna

Der Insekten- und Spinnen-Forscher fand insgesamt 198 Spinnenarten und 127 Laufkäferarten im untersuchten Gebiet, was er für beide Gruppen als hohen Bestand bewertet. Unter den Spinnenarten konnte er 27 Arten, also einen Anteil von 14 Prozent nachweisen, die auf der Roten Liste Brandenburgs geführt werden. In Bezug auf die Rote Liste Deutschlands sind es 24 Arten und damit 12 Prozent des Artenbestands. Deutschlandweit gehen Spezialist:innen von 989 Spinnenarten aus, 641 soll es in Brandenburg geben.

Bei den Laufkäferarten waren es 11 von 127 Laufkäferarten, also neun Prozent, die in der Roten Liste Brandenburgs geführt werden. 18 gefundene Laufkäferarten sind auf der bundesweiten Roten Liste zu finden, was 14 Prozent der im Ferbitzer Bruch nachgewiesenen Laufkäferarten entspricht. Offiziell gibt es bundesweit: 566, in Brandenburg davon 340 Laufkäferarten.

Schutzgebiet Ferbitzer Bruch

Das Ferbitzer Bruch ist Teil der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide und seit 1996 Naturschutzgebiet. Es umfasst eine Fläche von mehr als 1000 Hektar mit verschiedenen Feuchtbiotoptypen und auch einigen trockenen Bereichen. Die Feuchtbiotope haben keine Zuflüsse und sind auf Niederschläge angewiesen. Die Wiesen werden extensiv durch Mahd und Beweidung gepflegt. Zum Erhalt des besonders wertvollen Schutzgebiets hat die Heinz Sielmann Stiftung in den vergangenen Jahren Feuchtbiotope entschlammt, neue Kleingewässer angelegt und in trockengefallenen Moorflächen die Wiedervernässung gefördert.

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HSS News SNL Döberitzer Heide